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APOPTYGMA BERZERK - Rocket Science

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Artist APOPTYGMA BERZERK
Title Rocket Science
Homepage APOPTYGMA BERZERK
Label GUN/ SONYBMG
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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7.0/10 (10 Bewertungen)

Der Stilwechsel ist vollzogen, der Mund abgeputzt. APOP haben alles richtig gemacht – betrachtet man den kommerziellen Erfolg des Vorgängers „You and me against the World“. Alleine 4 Singles in den Charts und Airplay beispielsweise auf 1Live, wo man sich vor Jahren bei Nennung des Bandnamens noch die Zunge verknotet hätte. Die alten Fans wurden durch Festivalauftritte und Konzerte einigermaßen ruhig gestellt, wo die elektronische Seite weiterhin präsent blieb. Nun wurde sogar die Tour verschoben, um mit dem neuen Werk in der Hinterhand das Jahr 2009 so richtig von vorne aufzurollen. Die Berserker wollen hoch hinaus, kaum einer, der es ihnen nicht gönnt.

„Rocket Science“ gibt sich trashig-futuristisch im Gestus, kann musikalisch aber kaum überraschen. Zum Glück, denn noch eine Kehrtwendung hätte wohl arge Zweifel an der Glaubwürdigkeit aufkommen lassen. Das Konzept des Vorgängers wird ordentlich weitergesponnen und wieder mit etwas mehr Elektronik unterfüttert. Siehe die Vorab Single „Apollo…“, die einige typisch Future Poppige Melodie Sequenzen enthält. Im Grunde ist man dem eigenen Kompositionsintervall seit Jahren treu geblieben, lediglich die Zutaten wurden ein wenig variiert, die Gitarren in den Vordergrund gerührt. Ansonsten ein Stück auf Nummer Sicher, aber durchaus gefällig im Stil der letzten Auskopplungen. Meine persönlichen Highlights wären aber „Shadow“, treibend und melancholisch zugleich und nicht so vorhersehbar, sowie das sehr hymnische „The State of your Heart…“. „Incompatible“ sticht ebenfalls aus der Tracklist hervor, hier klingt Groths Stimme „anders“ und Synthetik dominiert die Szenerie. Das Titelstück rockt nach blubberndem 80ies Einstieg auch recht ordentlich, gegen eine schärfere Produktion hätte ich aber nichts einzuwenden. Doch hier soll letztendlich Mainstream-affines Liedgut die Herzen erfreuen, ohne allerdings zu glattgebügelt rüberzukommen. Das ändert allerdings nichts daran, dass 3, 4 Titel relativ austauschbar sind und die bekannten Formeln zu sehr strapazieren.

Unterm Strich bleibt eine doch sehr ordentliche Platte, die Elektro, Pop und Rock gefällig miteinander kombiniert, einige A-Ha-Effekte bietet und den „neuen Stil“ endgültig etabliert. Das muss man APOPTYGMA BERZERK lassen: Sie haben sich eine eigene kleine Nische geschaffen, der Beliebigkeit zum Trotz. Spezielle Verkaufsvarianten mit DVD oder T-Shirt mag man bei der augenblicklichen Wirtschaftskrise entschuldigen. Und spätestens live wird wieder „Until the End of the World“ gerockt…

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