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AQUALUNG - Memory Man

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Artist AQUALUNG
Title Memory Man
Homepage AQUALUNG
Label RED INK
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Hinter AQUALUNG verbirgt sich der Brite Matt Hales, der mit Hilfe von Frau Kim Oliver und Bruder Ben Hales seine kreativen Ideen in Noten umsetzt. Im eigentlichen Sinne ist AQUALUNG keine Band, sondern der Name, den Matt 2002 seiner Musik gegeben hat. Ein Jahr später erschien auch ein Album mit eben diesem Titel und 2004 folgte „Still Life“. In den Staaten gab es im gleichen Jahr eine Zusammenstellung aus beiden Platten, die so erfolgreich war, dass sich eine lange Tour durch die Staaten anschloss. Die Einflüsse dieser zwei Jahre on the road finden sich unter anderem auch beim „Memory Man“ wieder, übrigens die Bezeichnung für ein Echo-Gerät, dass Mr. Hales ebenso beherrscht wie Klavier, Moogbass, schrottige Synthesizer, Glockenspiel, unechtes Orchester, programmierte Beats, Harmonium, Echo-Chöre, E-Gitarre, Rhodes, Treppenhaus-Trommeln, Feedback, Geister, Sirenen, Vocoder und Noise.

Ne ganze Menge, wollen wir doch mal sehen, was draus geworden ist. Die druckvollen Gitarren mit denen „Cinderella“ den Reigen eröffnet, sind eher ungewöhnlich für den AQUALUNG-Sound. Die melodiöse Schönheit dieses Songs findet sich aber auch in der ersten Singleauskopplung „Pressure Suit“ wieder. „Something To Believe In“ bringt ein bisschen mehr Drive ins Geschehen, bevor „Glimmer“ sich in ruhige, minimalistische Gefilde zurückzieht. „Vapour Trail“ und „Garden of Love“ (hier war Paul Buchanan von THE BLUE NILE als Gastsänger dabei) bringen Matts Ängste und Hilflosigkeit im Hinblick auf das Schicksal der Welt bestens zum Ausdruck. Dabei versinkt „Memory Man“ nicht in totaler Melancholie, sondern spielt wie bei „Rolls So Deep“ mit sehr ruhigen und dann wieder recht kraftvollen Passagen. „The Lake“ macht hier eine kleine Ausnahme und verharrt in sphärisch-getragenen Strukturen, die bei „Black Hole“ aufbrechen und Platz machen für allerlei rhythmische Spielereien mit dem elektrischen Gerät. „Outside“ nimmt diesen Faden auf und bringt erneut eine Portion Dramatik ins Spiel. Den poetischen Abschluss bildet „Broken Bones“, das seinem dreijährigen Sohn gewidmet ist. Dessen Ankunft im Leben seines Vaters war ein wesentlicher Einschnitt, der sich auch in jeder einzelnen Zeile des Silberings niederschlägt.

Eine schöne, entspannte Langrille, die ein wenig an COLDPLAY erinnert. Sehr zu empfehlen für ruhige Abende auf dem Sofa oder in der Badewanne.

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