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ARCH ENEMY - Anthems of rebellion

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Artist ARCH ENEMY
Title Anthems of rebellion
Homepage ARCH ENEMY
Label Century Media
Leserbewertung
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Diesmal glücklicherweise nur knapp einen Monat nach dem Japan-VÖ erscheint das neue ARCH ENEMY-Langeisen auch in hiesigen Gefilden, nachdem das zögerliche Vorgehen beim Vorgänger „Wages of sin“ noch zu einigen Verstimmungen geführt hatte. Dennoch sollte mittlerweile jeder mitbekommen haben, dass spätestens mit eben dem letzten Album aus der einstigen Underground-Perle ein mitten in der Erfolgsspur befindliches Metalmonster geworden ist. Was liegt denn auch näher bei so einer starken Besetzung? Da wäre zunächst das Amott-Bruderpaar Michael und Christopher an den Klampfen, beide technisch unglaublich begabt holen sie mit spielerischer Leichtigkeit ein großes Riff nach dem anderen aus ihren Instrumenten heraus. Daneben bilden Sharlee D´Angelo (Bass) und Daniel Erlandsson (Drums), beides ja ebenfalls keine Unbekannten, eine exzellente Rhythmus-Fraktion und auch Frontfrau Angela Gossow, die nun erstmals vollständig in den Entstehungsprozess der Songs eingebunden war, lässt so manchen ihrer männlichen Kollegen am Mikro verdammt alt aussehen.

Um es vorwegzunehmen: „Anthems of rebellion“ ist die Platte geworden, die ich mir immer von ARCH ENEMY erhofft habe. Nicht einfach nur ein starkes Album, sondern ein Überragendes. Man wird der Scheibe daher auch nicht gerecht sie nur unter Melodic Death Metal einzuordnen. Dazu sind die 10 Tracks plus Intro und zwei kurze Instrumentals zu vielschichtig und insbesondere auch mit einigen deutlichen Thrash-Anleihen im Sound gespickt, wie etwa in den beiden Walzen „Silent wars“ und „Despicable heroes“. Die Stücke erscheinen insgesamt weniger schwülstig und glattgebügelt als das dennoch gute „Wages of sin“, sondern mehr `in your face´, mit mehr Lizenz zum Arschtreten. Es wird noch songorientierter gearbeitet, stärker auf den Punkt, ohne aber die Gitarreros in ihrem Hang zu melodischen Leads und Solis einzuschränken. Heavy stuff eben.

Während „Exist to exit“ beispielsweise eher Slayer-esk rüberkommt und mich an deren langsamere Sachen auf „Seasons in the abyss“ erinnert, wirkt man im mit kräftigem Bass-Einsatz versehenen „Instinct“ oder riffbetonten Nummern wie „Leader of the rats“ inklusive coolem Chorus wieder sehr modern. Dazwischen haut man mit „We will rise“ sowie „Dead eyes see no future“ einfach noch ein paar Knaller mehr raus und ist dabei auch für die ein oder andere Überraschung (genannt sei hier nur der ruhige Zwischenpart in letzterem Song) gut. Die Vocals klingen etwas kratziger als zuvor und in zwei Tracks werden sie noch um einige cleane Passagen ergänzt, eingesungen von Christopher Amott, der durch sein Side-Projekt Armageddon in diesem Bereich schon erprobt ist.

Erstmalig wurde nicht bei Fredrik Nordström aufgenommen, sondern komplett mit Andy Sneap zusammengearbeitet und der Produktion tut etwas frisches Blut richtig gut. Und wenn man schon dabei ist wurden drei der Stücke außerdem im Dolby Digital 5.1 Sound abgemischt. Diese sowie die gleiche Anzahl Livesongs von der „Wages of sin“-Tour kann man zusätzlich in Form einer Bonusdisc mit der Erstauflage abgreifen. Also nix wie los…

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