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ARCH ENEMY - Khaos Legions

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Artist ARCH ENEMY
Title Khaos Legions
Homepage ARCH ENEMY
Label CENTURY MEDIA
Leserbewertung
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8.5/10 (2 Bewertungen)

Noch beim letzten Album „Rise of the Tyrants“ riet ich den schwedischen Deathern mit der deutschen Sängerin, dass man doch vielleicht eine Pause einlegen solle, agierte man zwar auch auf einem Top-Level, konnte sich aber im Vergleich zum tollen „Doomsday Machine“ nicht spürbar weiterentwickeln. So nahmen sich ARCH ENEMY für „The Root of Evil“ erstmal einige alte Knaller vor, ehe es an neue Eigenkreationen ging.

Auf eine Rückbesinnung auf frühere, brutalere Zeiten wird sicherlich kaum jemand ernsthaft spekuliert haben, werden die Amotts & Co. doch einen Teufel tun und ihre mittlerweile so große Fanbase verschrecken. Und so haut auch gleich „Yesterday is dead and gone“ voll in die Kerbe, in die auch die Hitgiganten „Nemesis“ oder „We will rise“ schlagen. Packende Riffwände, grandiose Leadarbeit, packende Soli, wummernde Doublebass und ein groovender Ohrwurm-Refrain. Das sind ARCH ENEMY in Perfektion! Auch das melodische „No Gods, No Masters“ geht mit einer etwas berechenbaren, aber deswegen nicht weniger hochklassigen Hit-Garantie an den Start. Aber abgesehen von solchen Smashern darf man sich als Fan sicher sein, dass die Schweden auch mal ordentlich die Melodic Death Metal-Keule schwingen. So wird beim theatralischen „Cruelty without Beauty“ nicht nur packend gerifft, sondern auch mal der kantige Blast-Knüppel ausgepackt und die gute Angela hört sich abgrundtief fies an, was in Verbindung mit den „Pyscho“-Keyboards einen Todesblei-Kracher erster Klasse ergibt! Und spätestens wenn es sich bei „Vengeance is mine“ die Amott-Brüder so richtig geben, ist mal wieder soweit: ARCH ENEMY spielen mal wieder alle Lästermäuler, Kritiker und konkurriende Bands locker an die Wand! Sicherlich sind einige Songs berechenbar und sicherlich gibt es auch auf „Khaos Legions“ wieder mal nicht die großen Überraschungen. Aber diese Band ist einfach nur ganz großes Kino. Die Amotts sind ein kaum zu toppendes Gitarren-Pärchen, Daniel Erlandssons Drumming ist eh über jeden Zweifel erhaben und Angelas Vocals sind nicht von dieser Welt. Dazu schreibt diese Band ganz einfach geile Songs!

Ob nun typische Hits oder knallharte Death Metal-Granaten. ARCH ENEMY bietet beides auf höchstem Niveau und in einem starken Sound. Solange dies weiterhin funktioniert, kann und wird ihnen zu Recht alles Genöle am Arsch vorbei gehen… und wen wird‘s freuen? Die Fans!

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