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ARCH ENEMY - War Eternal

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Artist ARCH ENEMY
Title War Eternal
Homepage ARCH ENEMY
Label CENTURY MEDIA
Leserbewertung
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9.7/10 (3 Bewertungen)

Der wiederholte Abgang von Christopher Amott bei ARCH ENEMY nach „Khaos Legions“ war 2012 jetzt nicht der große Schock. Der schwedische Ausnahme-Gitarrist braucht scheinbar alle paar Jahre einen Tapetenwechsel und es würde nicht wundern, wenn der Saitenhexer in wenigen Jahren ein weiteres Mal zurückkehrt. Als Ersatz rekrutierte Mainman Michael Amott (Gitarre) dann Nick Cordle, bis dato Lead-Gitarrist bei den Ami-Deathern ARSIS. Das größere Aufhorchen gab‘s dann beim Ausstieg von Shouterin Angela Gussow, die nach 13 Jahren an der Front nun ins Band-Management wechselt. Als Nachfolgerin wurde Alissa White-Gluz präsentiert, die nicht nur optisch voll überzeugt, sondern auch stimmlich bei THE AGONIST eine gute Performance bot. Allerdings blieb zu hoffen, dass die Kanadierin den im Vergleich extremeren Stil von Gussow drauf hat und ob Songwriter Amott sich in Zukunft dazu verleitet sieht, auch die cleanen Vocal-Qualitäten der neuen Dame am Mikro in die Songs mit einzuarbeiten.

So durfte man gespannt sein, wie sich die beiden Neuen also einfügen werden und gleich der Opener von „War Eternal“ lässt überrascht aufhorchen! Nach dem episch-atmosphärischen Intro „Tempore Nihil Sanat (Prelude in F Minor)“ prescht die Band energisch los, wie schon lange nicht mehr. Fiese Screams, blackige Riffattacken, und Blasts von Drum-Genie Daniel Erlandsson. Holla die Waldfee… da wird man wach! Und vor allem wird einem klar, dass die junge Frau mächtig Stimme hat! Und dass die Kombination Cordle-Amott einiges Potenzial mit sich bringt, war schon zuvor klar! Um so überraschender ist dieser Einstieg, kannte man bisher nur die nun folgende Single „War Eternal“, die als Titeltrack und auch als mit eingängigster Song natürlich die naheliegendste Wahl darstellt. Hier bewiesen die Neulinge schon vorab, dass sie wunderbar in ARCH ENEMY-Gefüge passen. „As the Pages burn“ und „No More Regrets“ markieren dann typische AE-Songs mit viel donnerndem Groove, energisch-eingängigen Vocals und gewohnt gekonnter Gitarrenarbeit. „You will know my Name“ ist mit seiner eingängigen Ausrichtung, den packenden Melodien, den atmosphärischen Synths und dem gefälligen Refrain ein dicker Kandidat für die nächste Single! Auch „On and On“ ist mit seiner Kombination aus groovenden Elchtod-Facetten, feinen Melodien und dem energisch-melodischen Refrain ein weiterer Kandidat zum Live-Einsatz! „Down to Nothing“ präsentiert die neue Sängerin dann endlich mal wieder ein wenig tiefer und fieser in der Stimme und generell zeigt der Track mit seinen drückenden Riffs und leicht schrägen Soli eine leichte Endzeit-Stimmung. Der soundtrack-artige, hymnische Instrumental-Song „Not long for this World“ beschließt dann ein Album, das voll und ganz ARCH ENEMY ist.

Klar, Michael Amott als Hauptsongwriter ist erhalten geblieben, das Können von Drummer Daniel Erlandsson ist über jeden Zweifel erhaben und dass sich ein Könner wie Nick Cordle wunderbar mit Amot kombinieren und duellieren würde, dürfte auch kaum einer angezweifelt haben. Alissa White-Gluz hatte da noch die schwerste Aufgabe, da die Songs sicherlich noch für Angela Gussow gedacht waren. Die Kanadierin macht ihren Job richtig gut, ohne dabei alle Extreme einer Gussow erreichen zu können. Ob das möglich sein wird, zeigt die Zukunft. So kann „War Eternal“ durchaus mit „Khaos Legions“ mithalten, birgt aber ebenso keinen richtigen Überknaller, wie sie auf „Doomsday Machine“ und „Anthems of Rebellion“ zu finden waren.

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