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ARCH/ MATHEOS - Sympathetic Resonance

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Artist ARCH/ MATHEOS
Title Sympathetic Resonance
Homepage ARCH/ MATHEOS
Label METAL BLADE
Leserbewertung
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9.5/10 (4 Bewertungen)

Auf diese erneute Kollaboration der beiden Ausnahmemusiker John Arch und Jim Matheos hat die (Prog)Metalwelt seit über 20 Jahren gewartet. Konsequenterweise veröffentlicht man diesen Output nicht unter dem FATES WARNING-Banner, was man nur loben kann. Und das, obwohl auch die anderen FW-Mucker beteiligt sind! Kommerzieller Selbstmord oder blindes Vertrauen in das eigene Songmaterial? Eindeutig Letzteres! Denn trotz aller Genialität wird man mit solcher Mucke eh nie zum Millionseller. Und FW existieren ja nun auch seit fast 25 Jahren mit einem anderen Sänger(…) und zocken gänzlich andere Mucke.

Mit diesem Werk orientiert man sich eindeutig an den ersten 3 Meilensteinen der Arch-Ära („Night on Bröcken“1984, „The Spectre Within“1985 und „Awaken the Guardian“1986). So hart hat Matheos noch nie gerifft, bisweilen klingt das schon sehr Thrash-lastig. In den 55 Minuten gibt es 6 recht lange Songs zu bestaunen. Man startet gleich mit dem über 11-minütigen „Neurotically Wired“ und knüpft fast nahtlos beim 86er-Knaller an. Sphärische Parts, Progabfahrten Deluxe, hartes Geriffe und das Glockenhelle „Gejaule“ von Arch = Wahnsinn in Tüten! Wieso hat der Mann (Matheos) in den letzten 20 Jahren nur poppigen Säuselkram mit seiner Combo fabriziert??? Zwar keinen schlechten und auch FW Mk.2 haben einige Highlights abgeworfen, aber wer sich das vollkommen überirdische, fast viertelstündige Megaopus „Stained Glass Sky“ mit seinen Referenzriffs reinzieht, der wundert sich schon, wo der Kerl den Metal so lange versteckt hat! Das ist mindestens DREAM THEATER-Liga und fräst sich trotz der Länge Hitmäßig in Hirn und Mark, schon alleine für diese Zaubergabe lohnt es sich, den Geldbeutel zu zücken! Ein bisschen fühlt man sich manchmal an PSYCHOTIC WALTZ erinnert, kein Wunder, wenn man weiß, wo die sich ihrerseits haben inspirieren lassen seinerzeit… Wo „On the Fence“ nicht so ganz zündet, da brettet sich das 10-minütige Progkarussell „Any Given Day (Strangers like Me)“ mit seinem thrashigen Riffing nachhaltig in die Gehörgänge! Die Doublebass raucht bisweilen amtlich fett, die Soli qualmen rasant. Ja, man muss wieder DREAM THEATER zu Rate ziehen… denen können die Jungs aber auf allen Ebenen locker begegnen! Das Halbballadeske „Incense and Myrrh“ umschmeichelt das Innenohr samtig und mit Melodien vom Feinsten zum Abschluß, bevor am Ende nochmal die Doublebass kurz treiben darf.

Was soll man sagen? Natürlich anders, wie die ersten 3 Meilensteine der 80er, leicht moderner, reifer, runder, aber mindestens genauso grandios! Alle (Prog)Metaller greifen bitte sabbernd zu!

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