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ARI HEST - Twelve Mondays

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Artist ARI HEST
Title Twelve Mondays
Homepage ARI HEST
Label ARCTIC RODEO RECORDINGS
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Während die meisten Musiker wohl vor Freude Luftsprünge gemacht hätten, einen Major-Deal in der Tasche zu haben, verzichtete der New Yorker Singer-/ Songwriter ARI HEST auf die Sicherheit einer großen Plattenfirma, löste den Vertrag wieder auf und holte sich auf diese Weise die Kontrolle über sein künstlerisches Schaffen zurück.

Schließlich hatte ARI HEST auch Großes vor. „52“ hieß sein Projekt, in dessen Rahmen er sich vorgenommen hatte, seinen Fans ein Jahr lang jede Woche einen neuen Song zu präsentieren. Ausfluss dieser Arbeit ist das Album „Twelve Mondays“, das der umtriebige Musiker in Eigenregie im letzten Jahr veröffentlicht hat und das jetzt seinen Weg nach Europa findet. Auch hier waren die Fans beteiligt, die nämlich über den Inhalt der Platte entscheiden durften und jetzt ein Dutzend überarbeitete Versionen von Liedern auf dem Silberling finden, die im Rahmen von „52“ entstanden sind. Es sind samt und sonders besonders eindrucks- und stimmungsvolle Nummern von großer Intensität, die „Twelve Mondays“ ausmachen. So beginnt der Opener „One Two“ ohne unnötige Eile und auch „I’ll Be There“ schließt sich mit entspannten Melodien an, die bestens geeignet sind, den Alltagsstress zu vergessen. Eine kleine Songperle ist das wunderbare „Dead End Driving“, bei dem Aris rauchige Stimme neben gefühlvollen Streichern hervorragend zur Geltung kommt, während mit „The Weight“ etwas mehr Tempo ins Spiel kommt, um gleich mit dem folgenden „Broken Voices“ wieder auf Slow Motion zu schalten. Dass derlei keinesfalls langweilig sein muss, beweist der 31-jährige nicht nur mit „Mercy“; auch „Cranberry Lake“ gefällt mit dezenter Entschleunigung. Für den Gesangspart hat Hest übrigens weibliche Unterstützung von Amy Kuney erhalten. „Binocular“ verlässt den melancholischen Pfad, auf dem sich ARI HEST unüberhörbar zuhause fühlt und lässt stattdessen rhythmusbetonten Handclaps den Vortritt, um natürlich mit Nummern wie „Morning Street“ und „Learn“ alsbald wieder in gefühlvolle Singer-/Songwriter-Gefilde einzutauchen. Da machen dann auch „Ride The Brake“ und „Reason To Believe“ keine Ausnahmen und bescheren auf diese Weise ein eindringliches Finale.

Manchmal ist weniger mehr. Um diese Weisheit wusste wohl auch ARI HEST. Zumindest hat er auch „Twelve Mondays“ Songs verewigt, die ohne großes Brimborium auskommen und in ihrer schönen Schlichtheit das Herz berühren.

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