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ARKAEA - Years in Darkness

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Artist ARKAEA
Title Years in Darkness
Homepage ARKAEA
Label CENTURY MEDIA
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Wer will schon im Ungewissen bleiben und warten, bis es zu spät ist? Das dachten sich wohl Drummer Raymond Herrera und Christian Olde Wolbers, denn bei FEAR FACTORY ist ja derzeit alles andere klar, ob und in welcher Art und Weise es nun weiter geht (erstmal geht es vor Gericht). So schnappte man sich die bisher angesammelten Songs, suchte sich mit Sänger Jon Howard und Basser Pat Kavanagh von THREAT SIGNAL neue Mitstreiter und startete eine neue Band.

Bietet sich auch an, denn vom Sound her findet man bei THREAT SIGNAL und FEAR FACTORY nicht eben wenige Gemeinsamkeiten. Der Opener „Locust“ beweist dies auch gleich mit kantigen Stakkato-Riffings, donnernden Drums und neben den brachialen Shouts noch einem hymnischen Refrain. Passt, wackelt und hat Luft! Auch der Titelsong und die massiv knallenden „Break the Silence“ und „My Redemption“ lassen Erinnerungen an die glorreichen FEAR FACTORY-Zeiten zu „Demanufacture“ oder auch „Obsolete“ aufkommen. Dabei trifft Jon Howard zwar ganz deutlich den Stil von Burton C. Bell, beweist dabei allerdings auch, dass er ein eigenständiger Sänger mit einer eigenen Gesangsfarbe ist und kein Imitator oder Double. Doch wer nun einfach ein neues FEAR FACTORY-Album unter anderem Namen erwartet, wird immerhin ein wenig überrascht. Denn z.B. bei „Lucid Dreams“ zeigen ARKAEA, dass man doch eigene Wege geht. So spielt besonders Jon Howard bei dieser eindrucksvollen Power-Ballade sein gesamtes gesangliches Können aus. Einfach grandios, welche Facetten dieser Mann in seiner Stimme birgt. Dies kommt dann auch nochmal beim abschließenden Epos „Away from the Sun“ zum Tragen, denn bei diesem nachdenklichen und gefühlvollen Meisterstück zieht Jon nochmal alle Register seines Könnens. Sicherlich wird Dino Cazares (ehem. oder wieder FEAR FACTORY-Klampfer, was auch immer) heulen, dass man seine Riffs geklaut hat, aber dann müsste er so ziemlich alle Bands von THREAT SIGNAL über MNEMIC bis ZUUL FX, sowie zig hunderte andere auch verklagen.

„Years in Darkness“ zeigt, wo es mit FEAR FACTORY hätte hingehen können und es ist müßig darüber zu diskutieren, wie das ganze mit Burton C. Bell am Mikro geklungen hätte. Klar ist aber auch, dass die THREAT SIGNAL-Jungs noch einen eigenen Touch mit eingebracht haben, der dem FF-Sound sicherlich gut tut und eine frische Note in die bewährte Ausrichtung mit einbringt.

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