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ARKONA - Goi, Rode, Goi

VN:F [1.9.22_1171]
Artist ARKONA
Title Goi, Rode, Goi
Homepage ARKONA
Label NAPALM RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
8.0/10 (23 Bewertungen)

An sich sind russische Bands noch immer Exoten in der Metal-Szene, aber gerade wenn es in den Folk-Sektor geht, wundert es eigentlich nicht, dass sich dort einiges tut. So verfügt man auch in diesen Breiten über viele Mythen, Sagen und weitere interessante musikalische Facetten. Um diese auch autenthisch umsetzen zu können, holte sich Bandchefin/ Sängerin Maria Arhipova ihre Freunde und bis dahin als Session-Mucker aktive Freunde von NARGATHROND fest in die Band und lud zu den Aufnahmen für „Goi, Rode, Goi“ locker 40 Gastmusiker, darunter ein ganzer Chor und ein Streichquintett ins Studio ein, um alle Instrumente richtig einzuspielen und nicht von einem Synthie imitieren zu lassen.

Das alles und noch viel mehr macht „Goi, Rode, Goi“ wohl zu einem der besten Folk Metal-Alben überhaupt. In einem tollen Einklang harmonieren hier folkige Melodien, klare Gesänge, eindrucksvolle orchestrale Instrumentierung mit den brutalen Metal-Ausbrüchen, garstigen Vocals und druckvollen Frontalangriffen. Man fühlt sich geradewegs in die Mythen und Legenden Russlands versetzt mit alle ihren erhabenen, feierlichen Momenten aber auch schweren Zeiten und Kämpfen. Herausstechen aus dem im genialen Gesamtwerk kann noch „Na Moey Zemle“ („In my Land“). Dieses 15 Min.-Wahnsinnsepos ist wohl das genialste Folk/ Pagan-Stück der letzten Jahre. Einfach meisterlich, wie hier in einem tollen Spannungsbogen die Geschichte eines Kriegers erzählt wird und man hautnah alle harten, kämpferischen und dann wieder feierlichen Erfahrungen miterlebt. So harmonieren hier flüssig die hymnischen Passagen dargeboten durch die klassischen Instrumente mit den deftigen Metal-Attacken. Ein Auf und Ab, das durch und durch fesselt. Grandios fallen hier auch die Gastauftritte von Heiko Gerull (MENHIR), Erik Grawiso (MANEGARM), Baalberith (OBTEST), Peter und Edgar (SKYFORGER) sowie Joris und Mark (HEIDEVOLK) ins Gewicht, die ihre Teile jeweils in der eigenen Sprache beisteuern.

Ein grandioses Album, das so ziemlich alles, was in den letzten Jahren im Pagan/ Folk-Sektor erschienen ist, klar in den Schatten stellt. Ehrlicher, autenthischer und besser arrangiert kann man es eigentlich nicht mehr machen!

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