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ARMY OF ROBOTS - Secret to Everybody

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Artist ARMY OF ROBOTS
Title Secret to Everybody
Homepage ARMY OF ROBOTS
Label ASTRAL RECORDS
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Seit Ende des letzten Jahrtausends gibt es die Roboterarmee aus Amiland, die nach zwei nicht mehr erhältlichen EPs der Alten Welt jetzt ihren ersten Longplayer präsentieren. In der Heimat ist „Secret To Everybody“ bereits Anfang 2005 erschienen und wurde dort reichlich als Arizonas beste Rock- UND Elektronik-Band dekoriert.

Jetzt ist die Scheibe auch bei uns angekommen und da wollen wir doch mal schauen, was die Leute jenseits des Großen Teiches so in Verzückung geraten lässt. „Too Close“ startet tatsächlich eher elektronisch und findet dann zum klassischen Songwriting. Sänger, Gitarrist, Keyboarder, Bassist und Bandgründer Dragggrr (aka Lawrence Hearn) hat alle Hände voll zu, meistert die unterschiedlichen Aufgaben jedoch mit Bravour, immerhin stehen ihm auch noch vier Kollegen zur Seite. Nach diesem eher gemächlichen Einstieg lässt es das Quintett mit „Friends Remain“ ordentlich krachen, doch schon geht’s dank „The Heaviest Cure“ zurück in ruhigere Gefilde, in denen nicht minder kraftvoll agiert wird. Ganz klare Anleihen an den Wave der Achtziger Jahre zeigt „Backstage Eyes“ und auch „Searchlights“ spielt mit Synthie-Elementen aus dieser Zeit. „Gold Star“ wendet sich wieder stärker erdigem Rock zu – in Kombination mit den Keys klingt das musikalisch wie stimmlich ein wenig nach dem One Hit Wonder ROBERT TEPPER („No Easy Way Out“ aus „Rocky IV“). Undurchschaubar und mysteriös gibt sich das schleppende „Last Thoughts Hopeful“, das mit allerlei Soundspielereien aufwartet. Auch „Nine Lines“ scheint diesen Trend fortsetzen zu wollen, findet dann aber zurück zum gitarrenlastigen Rock und macht auch wieder Tempo gut. „The Honesty of Fear“ klingt wie Tausende anderer Rockballaden voller Pathos auch, typisches musikalisches Ami-Fastfood, mal ganz lecker, auf Dauer aber langweilig. Auch „Let Go“ fehlt für meinen Geschmack etwas Drive. Der Song hat ne nette Melodie, vermag aber nicht so recht zu fesseln und plätschert deshalb eher unmotiviert vor sich hin. „Don’t Look Down“ rappelt sich dann zu guter Letzt noch mal auf und legt noch ein paar Kohlen drauf.

Starker Anfang, zum Ende schwächeln ARMY OF ROBOTS leider ein wenig. Insgesamt aber ein unterhaltsames Album, das an einigen Stellen Erinnerungen an längst vergessene Songs meiner Jugend aufflackern lässt.

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