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...ARRIVED AT TEN - Beyond

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Artist ...ARRIVED AT TEN
Title Beyond
Homepage ...ARRIVED AT TEN
Label SNOOPZONE MUSIK
Leserbewertung
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8.0/10 (2 Bewertungen)

Das wird euch jetzt möglicherweise nicht wirklich interessieren, aber am Beispiel …ARRIVED AT TEN lässt sich sehr gut erörtern, was Plattenfirmen-Infos alles bewirken können. In der zugesandten Bandbiographie wird den Schreiberlingen schon einmal vorgesagt, womit sie die Musik der vier Amberger zu vergleichen haben, nämlich mit: INCUBUS, MUSE, DREDG und OCEANSIZE. Die beiliegenden sieben (!) Rezensionen, unter anderem der Metal-Presse aber auch die Lokalpresse im Amberger Raum lassen sich nicht lumpen, zitieren unisono diese vorgegebenen Einflüsse der Band. Lustigerweise wurden also bereits die Instanzen manipuliert, die euch, den potentiellen Käufer manipulieren bzw. anregen sollen.

Um dem Ganzen ein wenig die Schärfe zu nehmen, möchte ich anmerken, dass INCUBUS natürlich einen gigantischen Einfluss auf „Beyond“ gehabt haben, die Gitarrenarbeit oftmals an DREDG erinnert, also hier niemand aufs Glatteis geführt werden soll. Generell sind solche Texte allerdings nur als Informationsquellen zu gebrauchen, also Herkunft der Band, Vorgängeralben usw. Fatal wird es dann, wenn sich Medien nicht die Mühe machen, eigene Vergleiche zu ziehen und daher beten, was sie an anderer Stelle gelesen haben. Woran mich …ARRIVED AT TEN nämlich zu keiner Zeit erinnern, sind MUSE, weder stimmlich noch instrumental. Was auch überhaupt nicht schlimm ist, denn ich wüsste auch gar nicht, wie sich das anhören sollte, eine Mischung aus ICUBUS und MUSE. Also, die vier Amberger klingen nach INCUBUS, mit einer Prise Metal, und gewisse Prog-Elemente sind ebenfalls erkennbar. Was natürlich ganz stark an die kalifornische Alternative-Institution erinnert, ist der Gesang von Andreas Haller, der dem von Brandon Boyd zum verwechseln ähnlich ist. Tja, und da kann man sagen, was man will, singen kann der ja nun mal. Die Prog-Ansätze, die der Gitarre Igor Lichtmanns entspringen, sind allerdings eher dem Lager einer anderen kalifornischen Band zuzuordnen: DREDG. Eine der technisch versiertesten Bands der Gegenwart und ein halber Ritterschlag meinerseits in Richtung Lichtmann.

Ungeachtet dessen, dass die Welt jetzt nicht unbedingt auf die zweiten INCUBUS gewartet hat, muss allerdings gesagt sein: Die zwölf Songs wissen durchaus zu unterhalten. Für den Hausgebrauch oder auch auf Tanzveranstaltungen könnte „Beyond“ ein gern gesehener Gast werden. Spätestens wenn der Langspieler einige Durchgänge erlebt hat, sollte so einiges hängen geblieben sein, vielleicht kann man es sogar Hitpotential nennen?!

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