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ART BRUT - Wham! Bang! Pow! Let’s Rock Out!

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Artist ART BRUT
Title Wham! Bang! Pow! Let’s Rock Out!
Homepage ART BRUT
Label ALCOPOP! RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Als ich „Wham! Bang! Pow! Let’s Rock Out!“ das erste Mal in der Hand hielt, dache ich: „Ach, ART BRUT gibt es auch noch?!? Von Eddie Argos und seiner Truppe hast Du ja auch schon ewig nichts mehr gehört.“ In der Tat ist das letzte Studioalbum „Brilliant! Tragic!“ bereits 2011 erschienen – 2013 gefolgt von dem Best of „Top of The Pops“. In den letzten Jahren ist insbesondere bei Mastermind Eddie einiges passiert. Er ist nicht nur von London nach Berlin gezogen, sondern auch Vater geworden und an einer lebensbedrohlichen Peritonitis erkrankt. Da gab es wohl einiges zu reflektieren, was in letzter Konsequenz dazu geführt haben könnte, dass ART BRUT stilistisch wieder dort angekommen sind, wo sie mit ihrem Debüt „Bang Bang Rock’n’Roll“ 2005 schon mal waren.

Vielleicht ist deshalb auch der Albumtitel „Wham! Bang! Pow! Let’s Rock Out!“ gar nicht so weit vom Titel des Erstlings entfernt. Auf jeden Fall spiegelt er das Wesen der zwölf Songs ziemlich gut wider. Dies gilt nicht nur für den temperamentvollen Titeltrack, sondern auch für den lässigen Opener „Hooray!“, mit dem sich ART BRUT großmäulig zurückmelden. Die Frage nach dem werten Befinden des Ex-Partners wird dank „I Hope You’re Very Happy Together“ mit schrammelnden Gitarren begleitet, ehe „Good Morning Berlin“ die Hauptstadt-Hipster aufs Korn nimmt und auch einige deutschsprachige Brocken in den Text einbaut. „Schwarzfahrer“  und „Kultfigur“ sind wohl ebenfalls dem neuen Wohnort geschuldet, ebenso wie „Hospital“ vermutlich auf die Kappe der überstandenen Bauchspeicheldrüsenentzündung geht. Das schwurbelige „Veronica Falls“ dürfte indes eine Verehrung an die gleichnamige, nicht mehr aktive Londoner Indie-Band sein. „Your Enemies Are My Enemies Too“ heißt es auf der Zielgeraden schließlich mit knackigen Drums, jaulenden Gitarren und Eddies typischem Sprech-Gesang.

ART BRUT haben mit „Wham! Bang! Pow! Let’s Rock Out!“ sich und den New British Wave nicht neu erfunden, aber doch an einen Punkt angeknüpft, an dem sie insbesondere live mit jeder Menge Energie und Spielfreude überzeugen konnten. An diese Zeiten und entsprechende Konzerte hat mit der jüngste Streich ohne Frage erinnert und deshalb bekommt die Platte von mir einen kleinen Nostalgie-Bonus, während sich Eddie Argos & Co. ihre Sporen beim nachgewachsenen Indie-Publikum wohl erst noch werden verdienen müssen.

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