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ARTHEMESIA - a.O.a.

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Artist ARTHEMESIA
Title a.O.a.
Homepage ARTHEMESIA
Label SPIKEFARM RECORDS
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Vor gut acht Jahren ließen die Finnen ARTHEMESIA mit einem recht ordentlichen Black Metal-Kracher aufhorchen. Nun wollen sich die Nordlichter wieder ins Gespräch bringen und haben dafür ihr musikalisches Konzept ein wenig überarbeitet. Zwar ist das Trio noch immer im Black Metal zu Hause, setzt allerdings mehr auf Eingängigkeit und Atmosphäre denn auf pure Brutalität.

So beginnt man nach dem Keys-Intro „Of the Owls, of the Wolves and of the Nature“ mit „Valkoinen Susi“ ruhig und bedächtig, fügt Facette um Facette hinzu… Gitarren-Melodie, Drum-Einleitung, Keys-Atmosphäre, um dann die mächtigen und eingängigen Riffwände und die Doublebass losrollen zu lassen. In über 8 Minüten groovt man sich dann schön ein und mit der Kombination aus Krächz- und Growl-Vocals und der Hinzunahme von Synth-Teppichen und choralen Backingvocals kommt ein wenig der Vergleich mit MOONSORROW in den Sinn, halt schon typisch finnisch. Beim 13-Minuten-Epos „Patheme“ beginnt man ganz von der einheimischen Flora und Fauna inspiriert mit ruhigen Klängen, Natur-Lauten, hintergründigen Gesängen und einer leichten Klavier/ Synth-Melodie. Nach gut 3:30 Min setzen dann wieder die druckvollen Gitarren und die wuchtigen Drums ein, die zusammen mit den Synth-Sounds eine mystische Atmosphäre erzeugen. In Verbindung mit den garstigen Vocals und in Kombination mit den Chorgesängen kann auch leicht BATHORY als Einfluss genanntn werden. Das Titelstück bringt einen wieder in Symphonic Black Metal-Manier zurück aus der Trance auf den Boden. Nach dem düster-schleppenden Soundgebilde „The Noble Elements“ fügt „Liber Omega“ abschließend alle Facetten von ARTHEMESIAs Schaffen zusammen. Hier gibt es urtümliches Black-Geballer in Verbindung mit sphärischen Vocals, Synth-Untermalung und ruhigere Zwischen-Passagen. Die cleanen Vocals, die einen schönen Kontrast zu den garstigen Screams bilden, erinnern mehr als einmal an die klaren Gesänger vom ehemaligen EMPEROR-Fronter IHSAHN.

So veröffentlichen ARTHEMESIA ein fast klassisch finnisches Album, auf dem man viele typische Zutaten findet. Andererseits schafft es das Trio, diesen Einflüssen einen „eigenen“ Klang mitzugeben, der die Musik recht einzigartig macht. Leider gibt es bei den langen Songs wie „Patheme“ und „The Noble Elements“ die ein oder andere Länge, so dass man die Kompositionen ruhig etwas kompakter hätte gestalten können. Alles in allem eine mehr als ordentliches Comeback, welches den Fans sphärischen Black Metals im Stile von MOONSORROW, BATHORY bis hin zu PRIMORDIAL sicherlich gefallen dürfte!

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