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ARTIFICIAL BROTHERS - Make Our Hearts Sway

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Artist ARTIFICIAL BROTHERS
Title Make Our Hearts Sway
Homepage ARTIFICIAL BROTHERS
Label FÜR RECORDS
Leserbewertung
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3.8/10 (9 Bewertungen)

Die ARITICIAL BROTHERS sind zu fünft und in Thisted in Dänemark zuhause. Die dunkel-melancholischen Alternative-Rocker machen seit 2007 gemeinsame Sache und haben sich im vergangenen Jahr für sechs Monate auf einem Bauernhof im Nirgendwo verschanzt, um ihr Debüt „Make Our Hearts Sway“ aufzunehmen.

Zehn Songs haben es auf den ersten Silberling des Quintetts geschafft, das mit „Redemption“ zunächst einmal ruhige Pianoklänge hören lässt, um dann die Sound-Intensität mit Gitarren und Drums merklich zu steigern. Richtig zur Sache geht es wenig später mit „Spiders“, das nicht ganz so düster daher kommt und sich sofort im Hirn festbeißt, bevor „The Children“ vermittels Slow Motion in geheimnisumwitterte, dunkle Gefilde zurückkehrt. Ich muss gestehen, dass ich die Dänen lieber mag, wenn sie wie bei „Psychedelic Friend“ ein wenig aufs Gas drücken, was nicht minder mystisch klingt; ein Umstand, der insbesondere den prägnanten Vocals geschuldet ist. Wenngleich ich zugeben muss, dass die künstlichen Brüder sich wahrlich aufs melancholische Liedgut verstehen, wie sie mit dem reduzierten „Reign Over Me“ unter Beweis stellen. Doch ich bleibe dabei, für mich darf es ein bisschen mehr Schmackes haben und hierfür ist beispielsweise mit dem treibenden „Oh My God“ auch gesorgt. Als Verbindungsstück zwischen den beiden Extremen fungiert sozusagen „Parades’ End“, das sich einer besonders energiegeladenen Langsamkeit mit einem überraschenden Ende verschrieben hat. Getragen schließt sich „After The Ball Is Over“ an und auch beim orgeligen „Last Goodbye“ bleibt das Tempo, nicht jedoch die Power gedrosselt. Auf dieses Level pegelt sich am Ende auch „Blindfold The Sun“ ein, um die Reise durch die unterschiedlichsten Gefühlslandschaften sentimental zu beschließen.

Wie gesagt, mein Herz schlägt insbesondere für die Tracks, bei denen die ARTIFICAL BROTHERS ein wenig auf die Tube drücken, aber auch der Rest kann sich hören lassen und berichtet von persönlichen Erfahrungen, von Schwermut, Freude, Einsamkeit, Frustration und Hoffnung. Empfindungen, die zweifelsohne hervorragend musikalisch auf „Make Our Hearts Sway“ umgesetzt wurden.

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