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ARTS OF EREBUS - Negative White

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Artist ARTS OF EREBUS
Title Negative White
Homepage ARTS OF EREBUS
Label SONORIUM/ SX DISTRIBUTION
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Die deutsch-französische Gothrock Formation ARTS OF EREBUS legen mit ihrem Debütalbum „Negative White“ eine Scheibe der besonderen Art vor. Der Klang der vier Musiker stützt sich dabei auf eine klassische Besetzung: zwei Gitarren, Bass, Gesang und Synthie- bzw. Keyboardsounds. Geschrieben wurden die 10 Lieder und der Bonustrack des Albums vom Gitarristen Michel Meneguzzi. Seine Kompositionen zeichnen sich durch eine dunkle, melancholische Stimmung aus. Die langen Melodiebögen schweben über durchgängigen New Wave Rhythmen, die sowohl synthetisch erzeugt, als auch von einem Schlagzeug eingespielt wurden. Über 55 Minuten hinweg werden die sehr schönen Melodien dabei durch ein abwechselndes Synchron- und Wechselspiel von Gitarre und Gesang ausgedrückt. Das Gitarrenspiel von Michel Meneguzzi steht in der Tradition des klassischen Gothic Rock und des alten Wave, ohne angestaubt zu klingen. Er vereint in seinen Kompositionen Elemente der Elektronik, des New Wave, des Dark Metals und des klassischen Goth-Rocks zu einer Mischung der dunklen Art. Das Ganze lässt sich am ehesten mit den alten Göttern der klassischen dunklen Musik vergleichen: mit den SISTERS OF MERCY. Damit ist der Erwartungshorizont nicht gerade niedrig gesteckt.

Die Texte von ARTS OF EREBUS kreisen um persönliche Erlebnisse und um die Beschreibung melancholischer Stimmungen. Dabei stehen die dunklen Seiten des Lebens und der menschlichen Existenz im Mittelpunkt. Der Sänger Damien Grey erinnert mit seinem Gesangsstil sehr an Alexander Veljanov (DEINE LAKAIEN) und Robert Smith (THE CURE), ohne abgekupfert zu klingen. An die stimmlichen Qualitäten beider reicht Grey allerdings nicht heran. Insgesamt sind die 11 Lieder auf „Negative White“ sehr ruhig aber leider auch manchmal etwas eintönig, was jedoch der Qualität der Kompositionen und der emotionalen Kraft der Melodien keinen Abbruch tut. Um sich beim Reinhören einen musikalischen Überblick verschaffen zu können, kann man folgende Tracks zum Anspiel empfehlen: „End of Innocence“, „Art of Erebus“, „Book of Blood“ und „Children of the Night“ sowie „Isolation“.

„Negative White“ ist ein für den Bereich des Gothic/Wave durchaus gelungenes Debüt. Alle Freunde der dunklen Gitarrenmusik mit elektronischem Einschlag werden die 4 Jungs schnell in ihr musikalisches Herz schließen. Allen Szenegängern mit Vorlieben für melancholische Melodien und dunkle Stimmungen ist das Album ebenfalls zu empfehlen. Elektronische Puristen werden sich allerdings mit Grausen abwenden!

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