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AS I LAY DYING - Shadows are Security

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Artist AS I LAY DYING
Title Shadows are Security
Homepage AS I LAY DYING
Label METAL BLADE
Leserbewertung
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10.0/10 (4 Bewertungen)

Viel hat sich getan bei der Band aus San Diego. So haben Sänger Tim und Drummer Jordan mal eben die gesamte Saiten-Fraktion ausgewechselt. Da dürfte das neue Album mehr als richtungweisend für einen der beliebtesten Vertreter modernen Death Metals sein.

Und die Richtung dürfte mit „Shadows are Security“ noch deutlicher nach oben zeigen. Vor allem die Wechsel an den Gitarren haben sich mehr als bezahlt gemacht. Kamen nämlich eben diese Riffs auf dem Vorgänger „Frail Words Collapse“ zwar auch fett rüber, so wirkten sie doch etwas ungestüm und zu wenig auf den Punkt gebracht. Bei den neuen Songs gehen die beiden Saitenhexer Nick und Phil um einiges zielgerichteter zu Werke und verbinden gekonnt brachiale Riffs der schwedischen Death-Tradition mit fiesen Core-Einschlägen. Schon der Opener ist ein „Killer“, bei dem sich jeder Freund des Melo-Deaths vor Freude den Schädel an die Wand moshen dürfte. Drummer Jordan ballert mal wieder alles in Grund und Boden und sorgt durch die Variation von Geknüppel und groovigen Parts für ordentlich Alarm in den Nackenmuskeln. So knallt „Losing Sight“ ganz in alter Bay Area-Tradition nach vorne und „Reflections“ könnte glatt aus schwedischen Federn stammen. Sogar eine Art Ballade hat den Weg auf den Silberling gefunden. Wobei Tims brutale Stimme und die wummernden Drums nicht unbedingt eine balladeske Atmosphäre zulassen. Leider findet sich mit Ausnahme von „The Truth of my Perception“ so gut wie kein richtiges Solo auf der Platte. Absicht? Traut man sich einfach nicht? Drauf haben es die Kollegen doch alle mal. Ganz dem Kommerz scheinen sich aber auch AILD nicht entziehen zu können. So hat man mit u.a. der Video-Single „Confined“ und „the Darkest Nights“ die schon fast obligatorischen cleanen Vocals untergebracht. Keine Frage, vor allem erstgenannter ist ein richtig cooler Song, die Riffs knallen, die Drums treiben schön voran und der saubere Gesang sitzt auf den Punkt und geht einem, verdammt noch mal, nicht mehr aus dem Ohr. Dieser Track dürfte in den Clubs richtig einschlagen. Dennoch zeigt diese (verständliche) Song-Wahl deutlich, dass auch hier Geld verdient werden will.

AS I LAY DYING zeigen sich mit dem neuen Album um einiges ge- und entschlossener. Zusammen mit diesem spielerischen Potenzial und evtl. etwas mehr Mut zu dem ein oder anderen Solo sollte der Thron des modernen Death Metals für diese Jungs in Zukunft auf jeden Fall ein erreichbares Ziel sein.

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