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AS IT IS - s/t

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Artist AS IT IS
Title s/t
Homepage AS IT IS
Label FLG RECORDS
Leserbewertung
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AS IT IS wurde im Mai 2012 in der britischen Stadt Brighton gegründet und besteht aus Sänger Patty Walters, dem Gitarristen Ben Biss, dem Bassisten Ali Testo und dem Schlagzeuger Patrick Foley. Bei dem selbstbetitelten Album, das am 17. Juli erschienen ist, handelt es sich keineswegs um das Debüt der Pop-Punk-Combo, vielmehr ist es die fünfte Studio-Langrille der Briten. AS IT IS zeigen auf ihrem neuen Album einmal mehr, wie viel in ihnen steckt. Pop-Punk, Balladen, Saxofon, härtere Gitarren und jede Menge Emotionen – langweilig wird es hier definitiv nicht. Statt sich auf einen bestimmten Sound festzulegen, bedienen sie sich bei verschiedenen Stationen ihrer bisherigen Bandgeschichte und verpassen dem Ganzen gleichzeitig einen frischen Anstrich. Die Songs fühlen sich ehrlich, direkt und stellenweise angenehm roh an. Trotzdem klingt die Produktion keineswegs unfertig, sondern genau so, wie sie sein soll.

Den Anfang macht „I’m So Alive“ – und der Titel ist Programm. Treibende Gitarren, eine eingängige Hook und ordentlich Pop-Punk-Energie sorgen für einen gelungenen Start. Gleichzeitig steckt in dem Song eine deutlich dunklere Seite. Es geht darum, wie glücklich man mit einem Menschen sein kann und gleichzeitig das Gefühl zu haben, ohne ihn völlig auseinanderzufallen. Dazu gesellt sich erstmals das Saxofon, bevor kraftvolle Gang-Vocals den Song gegen Ende noch einmal ordentlich nach vorne bringen. Ein Opener, der direkt Lust auf mehr macht. Bei „Ruin My Life“ bekommt Patty Walters Unterstützung von Murray McLeod von THE XCERTS. Die beiden Stimmen funktionieren überraschend gut zusammen und verleihen der Nummer eine besondere Dynamik. Insgesamt geht es hier etwas ruhiger zu: Eine sanfte Gesangsmelodie trifft auf Gitarren, die sich angenehm durch das gesamte Lied ziehen. Ein echtes Highlight ist „Live Laugh Love Los Angeles“. Dass der Song ursprünglich gar nicht für die Platte vorgesehen war, kann man fast nicht glauben. Besonders das Saxofon fällt sofort auf und gibt dem Stück eine ungewöhnliche Note. Inhaltlich wird es durchaus ernst, denn der Song beschäftigt sich mit der politischen und gesellschaftlichen Situation in den USA. Musikalisch bleibt davon allerdings überraschend wenig Schwere übrig – stattdessen kommt der Track ziemlich beschwingt daher. Genau dieser Gegensatz funktioniert hervorragend. Auch die ruhigeren Momente bekommen auf der Langrille ihren Platz. „Watching The World Go By“ beispielsweise entwickelt sich vor allem gegen Ende zu einem kleinen Ruhepol. Das sanfte Klavier lädt geradezu dazu ein, einmal kurz alles auszublenden und die Welt an sich vorbeiziehen zu lassen. Emotional wird es bei „Lose Your Way & Find Yourself“. Das Lied dreht sich darum, nach schwierigen Zeiten wieder auf die Beine zu kommen und den Mut zu finden, sich Hilfe zu holen. Dass AS IT IS diesmal auch ihre ruhigere Seite stärker ausleben, war bereits im Vorfeld angekündigt worden. Und ja: Die Balladen funktionieren. „Last At The Party“ bringt eine angenehm melancholische Stimmung mit, während „If I Ever Lost You“ auf eine sehr direkte und gefühlvolle Art davon erzählt, für einen geliebten Menschen da zu sein. Beide Songs zeigen, dass die Band nicht immer Vollgas geben muss, um Wirkung zu erzielen.

Und genau diese Mischung macht das Album so interessant. AS IT IS klingen vertraut, ohne sich zu wiederholen. Sie greifen Elemente aus ihrer Vergangenheit auf, probieren neue Dinge aus und lassen dabei genug Raum für persönliche und emotionale Momente. Das Ergebnis ist wahrscheinlich ihr bisher abwechslungsreichster und musikalisch ausgereiftester Longplayer.

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