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ASESINO - Cristo Satanico

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Artist ASESINO
Title Cristo Satanico
Homepage ASESINO
Label LISTENABLE
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Nach dem Erstling “Corridos de Muerte“ von 2002 wagen sich jetzt die Meuchelmörder um Ex-FEAR FACTORY und Momentan-DIVINE HERESY Gitarrist Dino Cazares wieder aus dem mexikanischen Exil. Natürlich nicht ohne ihre Masken zu vergessen, denn ansonsten würden sie Gefahr laufen, von den Kriegern Gottes bei lebendigem Leibe verbrannt zu werden. Denn garniert wird die Death-Grind-Granate mit spanischen Texten, die das volle Programm an Tod, Verderben und Perversionen zelebrieren. Und wen das alles an BRUJERIA erinnert, liegt natürlich goldrichtig!

ASESINO war schon bei BRUJERIA das Pseudonym von Dino, deswegen macht er keinen Hehl daraus, dass es sich hierbei um die Fortführung der beliebten All-Star-Underground-Extrem-Kapelle handelt. Dennoch ist das Tempo hier viel höher und das Songwriting nicht ganz so reduziert wie bei der Original-Inkarnation dieser Band-Idee. Zur Seite stehen ihm dabei Maldito X aka Tony Campos (STATIC-X) am Bass/ Gutturale Laute und El Sadistico aka Emilio Márquez (SADISTIC INTENT) an den Drums. Unterstützung bei den Aufnahmen erhielten die Maskenmänner von niemand geringeren als Andreas Kisser von SEPULTURA und HATEBREED Tausendsassa Jamie Jasta. Nun könnte man meinen, Dino wäre nicht ausgelastet, wenn er fast zeitgleich zwei Scheiben von verschiedenen Bands raus haut. Wenn man jedoch weiß, das „Cristo Satanico“ schon 2006 auf Odio Records erschienen ist und erst jetzt von Listenable lizenziert wurde, relativiert sich dieser Gedanke natürlich sofort.

Dennoch lassen sich natürlich einige Parallelen zwischen den beiden Betätigungsfelder des Herrn Cazares ziehen: Der Gitarrensound ist nahezu identisch auf beiden Scheiben (obwohl es mir scheint, dass Dino hier erheblich mehr soliert), ebenso die mörderischen Drums, die ebenfalls knallhart und klinisch exakt aus den Boxen wummern. Dino kann halt nicht aus seiner Haut und dass Logan Mader (Ex-MACHINE HEAD/ SOULFLY) beide Platten produziert hat, tut dann sein Übriges. Was bei ASESINO natürlich fehlt, sind die kleinen Ausflüge in den Metal-Core, respektive die cleanen Vocals. Dennoch legt die Band zum Ende der Spielzeit hin eine kleine Ruhepause von den Stakkato-Riffs und Blast-Beats ein und präsentiert uns mit „Cristo Satanico“ ein lupenreines Instrumental, das perfekt in einen mexikanischen Slasher-/ Horror Film passen könnte. Doch nicht genug der Überraschungen, danach gibt es mit „Y Tu Mama Tambien“ auch noch eine Fast-Ballade. Ob der gleichnamige Film von Alfonso Cuarón („Children of Men“ / „Harry Potter“) da Pate stand ist mir nicht bekannt, aber laut Internetrecherche geht es wohl eher um schmutzigen Sex von einem Bandmember mit der Mutti von der Freundin… Was anderes war ja auch nicht zu erwarten. Dennoch ein richtiger Hit und das auf dieser Knüppelscheibe.

Wem DIVINE HERESY zu nah am Massengeschmack sind (obwohl diese auch schon alles andere als Weichspülrock machen) sollte auf jeden Fall mit ASESINO sehr glücklich werden. BRUJERIA Fans sowieso!

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