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ASHBURY HEIGHTS - Morningstar in a Black Car

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Artist ASHBURY HEIGHTS
Title Morningstar in a Black Car
Homepage ASHBURY HEIGHTS
Label OUT OF LINE
Leserbewertung
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7.7/10 (24 Bewertungen)

Darauf hatte ich also schon seit Wochen gewartet. Nachdem monatelang „Three cheers for the newlydeads“ bei mir rauf und runter lief, flatterte mir jetzt „Morningstar in a black car“, die aktuelle EP der beiden jungen Schweden von ASHNBURY HEIGHTS, ins Haus. Auf dem Weg zum Amphi schon mal kurz im Auto reingehört, damit man wusste, was einen bei dem späteren Auftritt von Yaz und Anders erwarten würde, war ich doch zuerst etwas ernüchtert. Das klang zwar schon nach ASHBURY HEIGHTS, aber doch irgendwie auch ganz anders. Also zu Hause noch mal ganz in Ruhe hingesetzt und der Scheibe eine zweite Chance gegeben. Und siehe da, es hat funktioniert. Inzwischen läuft die EP bei mir mindestens einmal täglich und ich bin fast textsicher.

Es erwarten einen fünf neue Songs und vier Remixe, zu denen ich aber später noch komme. Den Anfang macht der Titeltrack, der ziemlich kühl und klinisch daher kommt und auch gleich die Richtung für die restlichen Songs vorgibt. Im Refrain wird es dann etwas eingängiger und man erwischt sich hier und da schon mal beim mitsummen. Getragen wird das Ganze durch Anders’ dunkle Stimme, die man ihm bei seinem Aussehen in der Form gar nicht zutraut. „Spiders“, zu dem auch ein Video auf der EP enthalten ist, gefällt mir persönlich am Besten, ist es doch ausgesprochen rhythmisch, wenn auch sehr zurückhaltend. Die Stärke liegt auch hier wieder im Refrain. Das folgende „Die by numbers“ erinnert noch am ehesten an „Three cheers for the newlydeads“ und ist ein gefälliges Stück, welches sich aber gut zwischen die anderen einzufügen vermag. Hier wird also die Brücke zwischen alt und neu geschlagen. Mit „Smile“ kann ich mich, muss ich ehrlich zugeben, nicht wirklich anfreunden. Irgendwie finde ich keinen Zugang zu dem Lied und halte es auch für das unspektakulärste Stück der Scheibe. Dies wird aber sofort mit „World coming down“, meinem zweiten Favoriten, wieder ausgebügelt. Eine druckvolle Nummer, bei der es etwas schneller zur Sache geht und die sich sofort im Ohr festsetzt.

Weiter geht es dann mit den Remixen. Den Anfang macht hier „Stormbringer“ im Aeria! Mix, welches für mich jetzt nicht unbedingt das stärkste Stück auf dem Debütalbum war und auch der Remix macht nicht den großen Unterschied aus. Weiter geht es mit „Spiders (Remix bei UnterArt)“, das mir ausgesprochen gut gefällt, was aber auch daran liegen mag, dass sowohl der Song als auch die remixende Band mit zu meinen Favoriten zählt. Auf jeden Fall wurde hier noch ein bisschen mehr Bass dazugegeben und macht das Ganze somit zu einer mehr als tanzbaren Nummer. Eine interessante Kombination folgt dann bei „Die by numbers“, wurde das doch von AGONOIZE ordentlich in die Mangel genommen. Ist die Band sonst eher weniger von Interesse für mich und ging mir „Koprolalie“ nach kurzer Zeit schon mehr als auf die Nerven, muss ich mich hier vor den Herren nun einfach mal verbeugen, haben sie hier doch eine mehr als großartige Arbeit abgeliefert. Eigene Gesangsparts und verzerrte Vocals wurden eingefügt und man hat dem Song mehr „Wumms“ verliehen, so dass am Ende ein fast völlig neuer Titel entstanden ist, ohne das Original völlig aus den Augen zu verlieren. Zum Abschluss gibt es noch „Smile ((Remix By Marsheaux)“ auf die Ohren, der mich aber auch hier nicht zu fesseln vermag. Das Lied liegt mir einfach nicht. Andere mögen das vielleicht anders sehen.

Abschließend lässt sich sagen, dass man reifer und ein Stück erwachsener geworden ist. Außerdem ist positiv anzumerken, dass man sich weiterentwickelt hat, ohne dem ursprünglichen Stil den Rücken zu kehren, so dass immer noch ein Wiedererkennungswert vorhanden ist. Ich kann also ruhigen Gewissens allen, die das Debütalbum mochten, auch „Morningstar in a black car“ ans Herz legen. Und auch allen anderen die Lust auf ein wenig frischen Wind im Elektropopbereich haben.

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