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ASSEMBLAGE 23 - Meta

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Artist ASSEMBLAGE 23
Title Meta
Homepage ASSEMBLAGE 23
Label ACCESSION RECORDS
Leserbewertung
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7.1/10 (9 Bewertungen)

Von der Meta-Ebene besitzt man ja bekanntlich einen besonders guten Ausblick über das eigene Schaffen. Das wird sich auch der gute Tom Shear gedacht haben, der in der Vergangenheit zwar einige wunderbare Alben produziert hat, sich aber im Laufe der Zeit immer mehr dem Vorwurf stellen musste, sich selbst fortwährend zu kopieren. „Binary“, die Vorab Single seines neuesten Werkes schien da nicht gerade Abhilfe zu schaffen, zwar ein ordentlicher Club Track, doch sehr im Fahrwasser der Ehemaligkeit. Umso mehr war der Electro Freund nun auf „Meta“ gespannt und um es gleich vorwegzunehmen: Ja, ASSEMBLAGE 23 hat sich neu erfunden!

Tatsächlich ist „Binary“ der einzige Song, der nahtlos in die bisherige Discographie greift, alle anderen Kompositionen warten zumindest partiell mit neuen Elementen/ Ideen auf. Da wollte wohl jemand seine Klientel zunächst mal in Sicherheit wiegen. Wäre aber gar nicht nötig gewesen, denn gleich das eröffnende Duo steht für modern-treibenden Electro der Extraklasse. „Decades“ (mit dem Zusatz „V2“, da bereits in der Urversion auf dem Accession Records Vol. 3 Sampler vertreten) begeistert mit intelligenten Soundspielereien, leichter Verzerrung auf der Stimme und etwas „härteren“ Strophen als gewohnt. Der Refrain ist dagegen vertrautes Shear-Terrain. Ebenso hält es das nachfolgende „Raw“: Hier dominieren PRODIGY-artige Beats als Grundgerüst, was der ganzen Angelegenheit einen sehr frischen Touch verleiht. Als weiteres Highlight neben „Binary“ (das man natürlich mittlerweile doch lieben gelernt hat) entpuppt sich „Madman’s Dream“, das auf hochgepitchte Vocals und einen leichten Italo 80er Disco Touch setzt, sehr kinky und prägnant! Dazu kommen die 2 Slow/ Midtempo Stücke „Damaged“ und „Old“, beide mit viel Pathos und Gefühl vorgetragen, diese Seite des Amerikaners ist ja nun auch keine ganz Neue. Wer sich näher mit seinen Texten beschäftigt, wird die sehr intensiven Emotionen kennen, an denen uns der Soundmaster glücklicherweise Teil haben lässt. Die restlichen 4 Tracks kommen nicht ganz an die Vorgenannten ran, sortieren sich aber immer noch im guten Bereich ein und vor allem bieten auch sie die eine oder andere frische Tüftelei, wie beispielsweise ein Synth Solo bei „Sorry“.

Langer Rede kurzer Sinn: Tom hat sich die Kritik zu Herzen genommen und genau so viele innovative Ideen einfließen lassen, dass die Scheibe modern und voller Energie klingt, man aber nie vergisst, welcher Künstler hinter der Arbeit steckt. ASSEMBLAGE 23 zählt mehr denn je zur Speerspitze des treibenden Electros und hält auch 2007 spielend ein Niveau, das viele andere niemals erreichen werden!

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