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ASTAARTH - Gloria Burgundia

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Artist ASTAARTH
Title Gloria Burgundia
Homepage ASTAARTH
Label BLOOD FIRE DEATH PROD.
Leserbewertung
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Sehr hohe Erwartungen weckt bereits das Artwork von “Gloria Burgundia”. So haben Lord L Moloch und Lord Gondebaud noch allerlei Gastmusiker eingeladen, um dem ersten ASTAARTH-Album durch den Einsatz von Percussion, Akkordeon, Dudelsäcken, Flöten und Violinen noch mehr Atmosphäre und Tiefe zu verleihen. Konzeptionell haben sich die Franzosen deutlich ihrer Heimat Burgund verschrieben, wobei man ausdrücklich erwähnt, keinerlei politischen Gesinnung Ausdruck verleihen zu wollen. So klingt dies thematisch und instrumental erstmal sehr interessant. Nun muss die Umsetzung nur noch entsprechend gelingen.

Und das ist dann mal gründlich daneben gegangen. So hat man erstmal das Gefühl, dass die heimische Anlage plötzlich in die Binsen gegangen ist. Dermaßen unterirdisch scheppert vor allem der Sound aus den Boxen. Die Gitarren hört man gleich null, die Drums rotieren irgendwo leise im Hintergrund, die Vocals krächzen völlig unmotiviert und die Synth-Sounds hat man scheinbar einfach drüber geklatscht. Dazu wirken die Einsätze der Gast-Musiker und die cleanen Gesänge völlig aus dem Zusammenhang gerissen und dementsprechend schlecht umgesetzt. Da muss man einerseits dem Hörer aber auch den Musikern einiges anrechnen, dass man die 11 Minuten des Openers „Our beloved Country“ durchsteht. Das folgende „Vae Victis“ geht noch weniger klar! Die Mittelalter-Rhythmen und „Hej“-Rufe, welche sonst Stimmung verbreiten sollen, klingen wie eine pure Verhohnepiepelung sämtlicher wahrer Mittelalter- und Folk-Bands. Und denkt man, es geht nicht schlechter, dann kommt das Titelstück. Nach einem atmosphärischen Intro wird hier mal locker drauf los geballert, ohne dabei scheinbar auch nur eine Spur von Struktur zu besitzen. Dazu klimpert man noch auf diversen Mittelalter-Instrumenten durch die Gegend und versucht durch ruhige Passagen noch einen auf Atmosphäre zu machen. Einzig die Violine klingt halbwegs ordentlich, dass ist aber auch schon das beste auf dem gesamten Album gewesen.

So muss man an dieser Stelle nicht nur der Band ein völlig misslungenes Album attestieren, sondern auch dem Labelverantwortlichen, der diese Band gesigned hat, jegliches Hörvermögen komplett absprechen!

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