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AT ALL COST - Circle of Demons

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Artist AT ALL COST
Title Circle of Demons
Homepage AT ALL COST
Label CENTURY MEDIA
Leserbewertung
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In Zeiten, wo Massen an sogenannten Metalcore bzw. Modern Metal Kapellen aus allen Tiefen hervor gekrochen kommen, ist es schwer, sich von den gleich klingenden Konkurrenten abzuheben bzw. auf sich aufmerksam zu machen. Daher war ich anfangs recht angetan, als AT ALL COST auf ihrem zweiten Album gleich mutig ohne großes Intro-Trara mit dem Titelsong nach vorne thrashen.

Klassisch ballert „Circle of Demons“ nach vorne. Die Riffs sägen unerbittlich, die Drums treiben den Song fett nach vorne und Shouter Andrew überzeugt durch seine fiese Stimme. Dazu das ein oder kurze knackige Solo und ein melodischer Refrain. Fertig ist der Einstiegs-Killer! Doch schon beim zweiten Song „Get Down for the Revolution“ fragt man sich, was und wohin die Jungs eigentlich wollen. Einerseits gibt es hier reichlich nordisch-groovende Riffs und Solo-Spielereien, doch beim melodischen Refrain wird plötzlich an den cleanen Vocals herum gepitcht, was so gar nicht passen will. Traut man sich den cleanen Gesang nicht zu, sollte man ihn weglassen und sich ganz auf die energischen Vocals konzentrieren. Beim fast poppig zu bezeichnenden „The Message“ geht einem das Geseier gar so auf die Nerven, dass man schnell weiterskippt. „Let it rain Death“ zeigt dann, dass es auch anders geht. Zwar ist der Mix aus Thrash mit melodischen Emo Vocals zwar nix neues, aber ohne diese nervige Verfremdung ist der Song zumindest amtlich gelungen und geht auch recht gut ins Ohr. Etwas Eigenständigkeit beweisen die Texaner dann bei „We won’t give in“ mit eingestreuten Geigen-Intermezzos und Synth-Soli während des ansonsten soliden Metalcore-Stampfers. Eigenwillig, aber nicht schlecht. Beim treibenden „Leaving Forever“ findet man dann eine gelungene Kombi aus groovenden Mitsing-Parts und krachen Metal-Passagen. Was dann allerdings der Einsatz einer Computer-Stimme soll, will sich mir ein weiteres Mal nicht erschließen.

„Circle of Demons“ zeigt deutlich, dass die Jungs aus den Staaten ihre Instrumente mehr als gut beherrschen. Allerdings wirft ihr Weg sich von den Massen abzuheben doch einige Fragezeichen auf, denn der Einsatz der verfremdeten Vocals und die eigenwilligen Geigen- und Synth-Einschübe harmonieren zum Großteil nicht wirklich mit den eigentlichen Kompositionen. Da sollte man sich evtl. doch mal seinen Weg überlegen. Musikalisch drauf haben es AT ALL COST ohne Frage.

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