Band Filter

ATOMIC - Heartbeater

VN:F [1.9.22_1171]
Artist ATOMIC
Title Heartbeater
Homepage ATOMIC
Label REDWINETUNES
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
10.0/10 (3 Bewertungen)

Ob das nun “in” oder “out”, “Zeitgeist” oder “zeitlos” ist, wen interessiert’s, wenn die Musik Spaß macht. Und das ist bei ATOMIC definitiv der Fall. Schon mit ihrem Debüt „Coming up from the streets“ aus dem Frühjahr 2008 spielten sich die Zwillinge Thomas und Rainer Marschel aus dem Bayrischen Wald in mein Herz und da freut’s mich doch, nun den Nachfolger „Heartbeater“ einer näheren Prüfung zu unterziehen.

Die grobe Marschrichtung ist geblieben, fluffiger Gitarrenrock mit großer Hookdichte, bei dem Mitklatschen, -tanzen und –singen zur gern erfüllten Pflicht werden. Doch das aktuelle Album hat noch eine Prise mehr Pfeffer im Hintern, was selbst in Krisenzeiten und früh einsetzender Dunkelheit gute Laune verbreitet. Natürlich alles trotzdem noch schwer Schwiegermutter-tauglich. Die wird das Werk richtig „fetzig“ finden und sich an alte Hits der KINKS, TROGGS, HOLLIES und wie sie alle hießen erinnern. Los geht es gleich mit der groben Kelle. „Aphrodite“ fällt mit der Tür ins Haus und wird auch allen MANDO DIAO oder SUGARPLUM FAIRY-Freunden gefallen, aber die haben ja auch schon wie wild bei ihren Eltern geklaut, äh, sich inspirieren lassen. Das titelgebende „Heartbeater“ ist ein würdiger Nachfolger von THE JETs „Wanna be my girl“, zu „Lady Sun“ gesellt sich zum Schrammelrock stilsicher eine Mundharmonika und bei „Black Angels“ steuerte Kumpel THEES UHLMANN die Backing Vocals bei. Dabei haben die Jungs stets die alte Weisheit befolgt, dass ein guter Song nur so lange wie ein weichgekochtes Frühstücksei braucht. Zack mal four to the floor runtergebolzt – fertig ist die Laube.

In 10 Titeln (+ Hiddentrack) haben ATOMIC mal wieder hervorragend die Hinterlassenschaften der letzten 50 Jahre zusammengetragen und lassen abermals staunen, mit welcher Lässigkeit sie sich einen Ohrwurm nach dem andern aus dem Ärmel schütteln. Irgendwann kommt alles wieder. Für mich in diesem Fall eine eher tröstliche als frustrierende Erkenntnis.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

ATOMIC - Weitere Rezensionen

Mehr zu ATOMIC