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ATREYU - A Death-Grip on Yesterday

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Artist ATREYU
Title A Death-Grip on Yesterday
Homepage ATREYU
Label VICTORY RECORDS
Leserbewertung
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DIE NEUE ATREYU IST DA!!! So freudig erregt reagierten meine Freunde und Freundinnen aus der Emo- und Betty-Fraktion. ATREYU? Ist das nicht der kleine grüne Indianer, der auf dem Glücksdrachen über Phantasia fliegt? So reagiert der Rest. Na ja ich bewege mich irgendwo dazwischen, kenne ich doch nur den Ohrwurm Song „Aint Love Grand“ und das sehr Metal-lastige „Bleeding Mascara“. Beides recht coole Stücke, also mit Freude ran an „A Death-Grip On Yesterday“.

Gefreut hätte ich mich auch über einen Metal-lastigen Opener, „Creature“ gibt aber „wenigstens“ ein guten Emocore-Song ab. Ganz ATREYU-typisch der emotionale Cleangesang und das „gepresste“ Shouten, das für eine ordentliche Portion Härte und „Roughness“ sorgt. Die Gitarren sind nicht mehr so verspielt wie auf der „The Curse“, vernachlässigen ihre Melodien aber keinesfalls. Sogar ein Beatdown-Ansatz ist im Song zu erkennen. Die Emocore-Schiene wird im folgenden zuverlässig weiter gefahren. Der Wechselgesang, der ATREYU zu einer der bekanntesten Emocore-Bands gemacht hat, sorgt auch auf dieser Scheibe für viel Abwechslung. Je öfter man sich auf die Songs einlässt, umso mehr fallen einem die schönen Melodyläufe und kreativen Gesangsharmonien auf. Kommen wir zum ruhigen Pol der Platte: „The Theft“. Während ich mir denke, ob denn ein solcher vor Emotionen und Traurigkeit triefender Song wirklich sein muss, wird wohl jedes Emomädel das hier 3 Wochen lang in der Endlosschleife laufen lassen. Wenn ich mal zitieren darf: „Ohhhhhh das Lied ist sooooooo schön!!“ (jetzt bitte den verträumt-traurigen Blick dazu vorstellen). Bin dafür wohl zu „Bollo“, obwohl ich sagen muss, dass mir die Gesangsharmonien hier um einiges besser gefallen, als ich es von so mancher anderen Band aus dem Genre gewohnt bin. Zum Glück wird es danach auf der Platte ja wieder schneller mit „We stand up“. Und sogar mit dem Cleangesang bringen die Jungs noch Härte rüber. Genauso abwechslungsreich aber moderner geht die Band bei „Ex’s und Oh’s“ vor, wo man noch ein echtes Metalsolo zu hören bekommt, bei den restlichen Stücken gibt es dann auch mal Metalcore Riffing zu hören, wie „Your Private War“ beweist.

Die Jungs haben einen Gang zurück genommen und sich meiner Meinung nach ein wenig mehr auf das „Emo“ konzentriert als auf das „Core“. Was ja nicht schlecht ist, da sie in diesem Lager schon Fans haben und der Metalcore-Markt ja eh überrannt wird. Aber wer hier auf ein durch und durch weinerliches Album hofft, der schneidet sich tief. Soli und im Melodic Death wieder zu findende Melodien sind hier genau so vertreten. Aber ein großes Manko hat das Album meiner Meinung nach: Während mir ein Song wie „Aint Love Grand“ wochenlang im Kopf rumgeisterte, bleibt kein Track auf der neuen Scheibe so richtig hängen. Spricht entweder für ihre Innovation oder gegen ihre Hitqualitäten. Wie da wer denkt, ist jedem selber überlassen. Es folgt kein Klischeespruch gegen Emos, eine gewisse Person wird es mir danken….

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