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AUGURY - Fragmentary Evidence

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Artist AUGURY
Title Fragmentary Evidence
Homepage AUGURY
Label NUCLEAR BLAST
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Dass Kanada neben den großen Meistern wie KATAKLYSM/ VOIVOD/ CRYPTOPSY etc. auch einen mehr als feinen Underground am Start hat, dürfte sich rumgesprochen haben. Hammeracts wie INTO ETERNITY/ QUO VADIS/ GORGUTS oder NEURAXIS lassen weltweit die Münder offen stehen, ob ihrer exzellenten Technik. Da reihten sich AUGURY 2004 mit ihrem galanten Debut „Concealed“ nahtlos ein. Leider dauerte es geschlagene 5 Jahre einen Nachfolger zu präsentieren. Der erscheint aber gleich mal via Nuclear Blast, was bei der Qualität der Kapelle nicht verwundert! Für fetten Sound sorgte KATAKLYSM-Klampfer J-F Dagenais in dessen eigenem Studio.

Und der drückt einen gleich beim wahnwitzigen Opener „Aetheral“ ins Sofa. Irres Geblaste trifft auf KATAKLYSM-Gepumpe, extrem jazzige CYNIC-Basslinien und derbste Deathvocals, die mit diversen Screams versehen sind. Technischer Death Metal in Perfektion! Fans der aktuellen PESTILENCE werden bestens bedient, wenn auch noch frickeliger, aber auch derber. Die obermelodischen Leadgitarren setzen dem Ganzen die Krone auf. Die sphärischen Parts in dem mit Schlachtgesängen garnierten Kracher „Simian Cattle“ sind zwar fein eingebunden, stören den Fluss des Songs allerdings doch ein wenig. Vielleicht hätte man daraus jeweils eigenständige Zwischeninstrumentals schnippeln sollen. So verlangt man dem Hörer schon einiges ab, wenn er dem extremen Wechsel UltraDeath Metal-Blast/ ruhig-atmosphärischer Part folgen soll… was die Scheibe aber auch so interessant und nahezu einzigartig macht! Meister Chuck Schuldiner (RIP!) wäre verzückt über einen achteinhalb-minütigen Exkurs in Sachen Progressiver Extrem Death Metal, wie ihn „Jupiter to Ignite“ darstellt, späte DEATH-Fans werden in Freudentränen ausbrechen, ob der Eleganz dieses filigranen Brechers. Auf „Fragmentary Evidence“ gibt’s neunmal den schieren Wahnsinn in gut 56 Minuten, jeder Track für sich ein Statement in Sachen technischer Death Metal. Sehr genial auch die verschiedenen Vokalebenen, die von SUIDAKRA-artigen Schlachtshouts bis zu blackigem Gekeife reichen, was man besonders bei „Sovereigns Unknown“ nachhören kann. Das wunderschön eingeleitete „Skyless“ walzt danach los, als gelte es ganz Amerika zu überrollen. Leider strickt man nicht den gesamten Song daraus, der aber trotzdem killt. Eine mächtige Dampframme hat man dennoch mit dem folgenden „Faith Puppeteers“ am Start, recht straighter Highspeedbanger. Und als man denkt, die irrwitzigen operesken Damengesänge des Erstlings wären gänzlich ad Acta gelegt, da erschallen sie doch noch am Ende vom geilen „Brimstone Landscapes“! Nicht so extrem ausgeprägt, wie noch 2004, aber immerhin ein feiner Effekt, der mit blackigem Gekeife gekoppelt erschallt. Das abschließende 11-minütige „Oversee the Rebirth“ vereint alle positiven Elemente der Band in einem monumentalen Referenztrack und zeigt auf wunderbare Weise, das Death Metal eben doch nicht immer nur blindes Drauflosgekloppe ist!

Mit diesem Fabelwerk katapultieren sich AUGURY endgültig locker in die Champions-League, in der sie für mich eh schon mit dem nicht minder verzückenden Debüt waren! PHÄNOMENAL!!!

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