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AUREL - Nur mal so & Unplugged Vol. 1

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Artist AUREL
Title Nur mal so & Unplugged Vol. 1
Homepage AUREL
Label UNIVERSAL MUSIC
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Stefan Aurel Schlabritz ist in Hamburg zuhause und wusste wohl schon mit 13, dass er was mit Musik machen möchte. In der zwölften Klasse fing er an, Beiträge fürs Radio zu machen, etablierte sich später als Sprecher für Werbung und TV (z.B. bei „Einsatz in vier Wänden“ und „The Masked Singer“, „Das einzig wahre Warsteiner“) und war als freier Musikjournalist u.a. beim Metal Hammer und Rolling Stone tätig. Der rote Faden in seinem Leben war immer die Musik und seit 2017 gibt er seiner Stimme ein Gesicht und macht unter seinem zweiten Vornamen AUREL Musik, die überwiegend in deutscher Sprache vorgetragen wird.

Stilistisch lässt sich der Mann, der die Hälfte des Jahres in der Nähe von Valencia lebt, nicht festlegen. Pop, Rock, Country, Blues und manchmal auch ein Hauch Schlager: all diese Ingredienzien sind auf „Nur mal so“ zu hören. Los geht’s mit dem flotten Opener „Lass uns Wunder zählen“, das in Deutsch-Pop-Manier mit einer Prise Rock davon erzählt, wie er seine Frau kennengelernt hat. Der romantische Titeltrack „Nur mal so“ dürfte auch das Herz der Schlagerfans höher schlagen lassen und mit „Rock’n’Roll“ feiert AUREL dieses musikalische Genre mithilfe eines treibenden Train-Beats und fließenden Gitarrenlicks: Country meets Rockabilly! „Am Lagerfeuer“ trifft sich der Mucker mit seinem Kumpel, dem Schauspieler und Musiker FABIAN HARLOFF, und auch dieses Lied über Freundschaft und Familie kommt im Country-Style daher. Stampfender Bluesrock empfängt den geneigten Hörer, die geneigte Hörerin mit dem nachfolgenden „Das war schon immer so“, bevor Streicher, Flügel und Pedalsteel Guitar die schmachtende Ballade „Ich wär’ so gern wie du“ einläuten. Ein weiteres Liebeslied, diesmal für AURELs Sohn, der während der Albumproduktion geboren wurde und auch kurz zu hören ist. Die Zeit in Spanien konnte natürlich nicht ohne musikalische Konsequenzen bleiben und so fängt „Sommerwind“ mit Flamenco-Gitarren und einem luftigen spanischen Beat die südländische Leichtigkeit und Lebensfreude ein. „Leb deinen Tag“ ist derweil ein optimistischer Rock-Schlager mit der Aufforderung, sein Ding zu machen. Im Zweifel mit einem täglichen „BBQ“, das hier passenderweise mit Southern-Rock-Vibes kredenzt wird. Die englischsprachige Nummer „I Don’t Know Wher I’m Going“ verbindet Rock, Gospel und ganz viel Groove, ehe das knapp siebeneinhalbminütige Instrumental „Moonchild“ in bester frühsiebziger PINK-FLOYD-Machart grüßt.

Daneben ist AUREL aber auch ein großer Unplugged-Fan, weshalb das Bonusalbum „Unplugged Vol. 1“ in diesem Gewand daherkommt: keine Drums, nur etwas Percussion, dazu Chöre, Orgel, Piano, Slide- und Pedalsteel-Gitarre, was dem Sound automatisch einen gewissen Country-Touch verleiht. Dazu passte es natürlich hervorragend, sich die legendären TRUCK STOP ins Studio einzuladen. Die Jungs sind beim zuversichtlichen „Lass uns leben“ mit von der Partie. Den WESTERNHAGEN-Klassiker „Mit 18“ performt AUREL währenddessen mit PETER BRINGS und der Gaststar an den Tasten ist niemand anderes als die Legende JEAN JACQUES KRAVETZ, der 1978 bereits das Original eingespielt hat. Den „Urlaub auf Balkonien“ verbringt der Gastgeber mit Hamburgs Kultrocker LOTTO KING KARL und auf der gemeinsamen Single dürfen auch coole BEACH-BOYS-Chöre nicht fehlen. Die Texte von drei der elf Unplugged-Nummern hat AUREL zusammen mit seinem Freund, dem überaus erfolgreichen Liedtexter, Komponisten, Sänger und Musikproduzenten FRANK RAMOND, verfasst: „Bachelor“, „Lass mal die Welt in Ruh‘“ und „9 Stunden“.

AUREL macht auf „Nur mal so“ und auch auf „Unplugged Vol. 1“ Musik mit viel Herzblut und lässt sich dabei nicht von irgendwelchen Genre-Grenzen aufhalten. Das mag der eine vielseitig und der andere beliebig finden; fest steht, dass Herr Schlabritz für fast jeden den passenden Song im Gepäck hat.

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