Band Filter

AVANTASIA - Lost in Space Part I + II

VN:F [1.9.22_1171]
Artist AVANTASIA
Title Lost in Space Part I + II
Homepage AVANTASIA
Label NUCLEAR BLAST
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
8.0/10 (1 Bewertungen)

Lange hat es gedauert, bis Ausnahmemusiker Tobias Sammet (EDGUY) wieder etwas von sich und seiner Rockoper AVANTASIA hören lässt (die zweite Metal Opera erschien bereits 2002). Dennoch muss man ihm zugute halten, dass er lange Zeit mit seiner Hauptband im Studio war und dann anschließend damit auf Tour ging. Da blieb keine Zeit für weitere Aufnahmen, obwohl der Künstler ja gerne seine freie Zeit nutzt, um neue Sachen zu schreiben.

Passend zum Jahresende überrascht er uns mit zwei neuen Veröffentlichungen, die den „dritten Streich“ bereits ankündigen. „Lost in Space – Part I + II“ lauten die Namen der Werke. Diese erscheinen als EPs und sollten somit für jedermann erschwinglich sein. Bereits die Titeltrack-Single, welche auch auf dem dritten Opernspektakel namens „Scarecrow“ zu finden sein wird (VÖ: Januar 2008), zeigt die gesamte Bandbreite seines Talents. Das Lied wird ungewohnt tief gesungen und besitzt durchaus ein gewisses Ohrwurmpotential. Dennoch sind beide Werke unterschiedlich aufgebaut: „Lost in Space I“ überzeugt mit harten metallischen Klängen, während Teil II überwiegend aus zahlreichen filigranen Feinheiten besteht, die schon sehr an eine Oper erinnern. 12 Tracks befinden sich insgesamt auf diesen Silberlingen und zeugen wieder von der gewohnten Kraft, Power, zahlreichen Ideen und viel Phantasie. Dazu sind auf jedem Album haufenweise Media Player Files vorhanden, die einen zusätzlichen Bonus für die Fans bieten. Unterstützt wird er dabei von Sascha Paeth, Henjo Richter, Michael Rodenberg und Eric Singer (Kiss). Gastmusiker wie Amanda Somerville, Jorn Lande oder Bob Catley fügen sich stimmlich gut in das Gesamtgebilde ein. Songs wie „The Story ain’t over“, „Return to Avantasia“, „Promised Land“ und „In my Defense“ überzeugen inhaltlich wie auch musikalisch. Die Cover-Versionen „Lay all your Love on me“ (ABBA) und „Dancing with tears in my Eyes“ (ULTRAVOX) werden ebenso perfekt adaptiert. Dabei erhält man auch nicht den Eindruck, dass diese Songs von Tobias nur so „zum Spaß“ umgesetzt wurden. Wer meint, dass der Herr immer „der Schreihals“ ist, wird auch hier wieder überrascht, da er die meisten Tracks ungewohnt tief singt und damit sein gesamtes gesangliches Potential zur Schau stellt. Die Unterstützung seiner Gastmusiker lässt das Konzept gereift erscheinen und nimmt ihm die vorhandenen „stimmlichen Schwierigkeiten“, da er logischerweise nicht jede Person, jede Stimm- und Tonlage intonieren kann. Tobias hat sich in der letzten Zeit enorm weiterentwickelt, und hier zeigt er sich nicht als den gewohnten „Kasper“, sondern als genialen Musiker, der es wert ist, dass man ihn auch als diesen anerkennt. Lyrisch sind die Kompositionen wieder perfekt aufgebaut und bilden den passenden Hintergrund zu diesem Konzept.

Hier überzeugt Tobias wieder vollends und wir dürfen gespannt sein, was das Album „Scarecrow“ noch mit sich bringen wird. Es wird aber ziemlich sicher wieder ein Knaller sein, da Frontmann Tobias mittlerweile nicht nur bei EDGUY zeigt, dass er ein Vollblutmusiker ist, der sich auch permanent weiterentwickelt und den Spaß an der Musik immer mitschwingen lässt. Da bereits angekündigt wurde, dass AVANTASIA nächstes Jahr auf Tour gehen, werden die Fans sicher auch live ihren Spaß daran haben.
Hexchen

—————————————————————————————————————–

Als Appetizer zum bald erscheinenden neuen AVANTASIA-Werk von EDGUY-Frontkasper Tobias Sammet gibt es ab 16.11.2007 schon mal gleich eine Doppelsingle! Da wird mal wieder richtig geklotzt, auch dass die „Band“ exklusiv auf dem nächstjährigen Wacken auftritt, passt ins große Promobild. Mit der dritten Scheibe soll nun richtig durchgestartet werden, auch und gerade kommerziell. Passend darauf zugeschnitten ist die vorliegende Auskopplung „Lost in Space“, auf der Promo sinnigerweise gleich dreimal vertreten! Wo da jetzt der große Unterschied zwischen den gleichlangen (!) Album- und Radio-Versionen ist, hab ich nicht entdeckt. Zudem gibt es von der Radio-Version noch einen minimal kürzeren Edit, wofür auch immer.

Der Track an sich sollte jedem Melodic-Fan sofort ins Ohr gehen. Ein schöner Midtempotritel mit tiefer gelegten Sammet-Vocals, der im Refrain regelrecht Ohrwurmqualitäten entwickelt. Coole Streicherparts und dezente Frauenvocals von Amanda Sommerville werden das Ding zum Hit machen. Leichte NIGHTWISH-Anleihen kann man in den Keyboard-Passagen ausmachen. Feiner Track, der allerdings längst nicht so bombastisch daherkommt, wie bisher von AVANTASIA gewohnt. Das wird sich dann auf dem ganzen Album aber einstellen. Die Kompositionen stammen natürlich wieder komplett aus Tobis Feder, dafür fährt er wieder einen Haufen an klangvollen Gastmusikern auf. Unter anderem mischt auch Produzent Sascha Paeth selber mit an der Klampfe. Daneben gibt es Eric Singer am Schlagzeug, Jorn Lande als Gastsänger und sogar die beiden Schenker-Brüder zu hören! Mal sehen, wer sich noch dazugesellt.
MOSES

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

AVANTASIA - Weitere Rezensionen

Mehr zu AVANTASIA