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AVOCADOCLUB - Dusty Nights

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Artist AVOCADOCLUB
Title Dusty Nights
Homepage AVOCADOCLUB
Label DUNEFISH
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

2006 gab es einen kleinen Hit namens „Too Much Space To Walk Away”. Der war von der Berliner Combo AVOCADOCLUB, die mit ihrem Debüt „Everybody’s Wrong” zu punkten versuchte. Der große Durchbruch wollte aber leider nicht kommen und so war der AVOCADOCLUB schnell als One-Hit-Wonder abgehakt, doch die Hauptstädter wollen es noch einmal wissen und legen jetzt mit „Dusty Nights“ nach. Es wurde im Studio ausgiebig geprobt und eingespielt und noch ausgiebiger an der Produktion gefeilt. Ganze drei Jahre hat dieser Vorgang gedauert – mit dem Ergebnis, dass auf neun Songs verteilte 38 Minuten Musik den Weg auf einen kleinen Silberling gefunden haben.

Serviert bekommt der geneigte Hörer federleichten Pop, der wie beim Opener „Morrison & Me“ aber auch schon mal mit Pauken und Trompeten daherkommen kann und ein wenig wie ein groovender Fiebertraum wirkt. Ganz anders der streicherbegleitete Titeltrack „Dusty Nights“, der beschwingt in die eingängigen Vollen geht. Was da wie „The Realist“ so reizend-wippend und mit viel Tempo um die Ecke kommt, ist in Wirklichkeit bitterböse, aber die Realität schmeckt ja nun einmal viel besser, wenn sie hübsch verpackt auf den Tisch kommt. Dann gibt’s da noch die opulente Trennungsballade „King of Nothing At All“, die vom pianodominierten „Geraldine Ford“ abgeklatscht wird, mit dem sogleich mit viel Leidenschaft eine neue Liebe gefeiert wird. Stillstand ist nicht wirklich eine Vokabel aus dem AVOCADO-Wörterbuch und so entwickelt sich auch ein spätabendlicher Abstecher in eine Bar wie bei „The Comeback Kid“ zu einer temperamentvollen Angelegenheit. „A Leading Feature“ lässt es dann doch einmal etwas ruhiger angehen und gleichzeitig an OASIS denken, während dass flirrende „Mexiko“ erneut nach vorn prescht. Ein Garant für volle Indie-Tanzflächen, bevor der „Frozen Astronaut“ über geschlagene zehn Minuten bisweilen auch mit vertrackten Soundgebilden durchs All gleitet.

Hier klingt ein Hauch BRIAN ENO durch, während es bei anderen Nummern so scheint, als hätten sich die späten BEATLES mit den jungen MADNESS zusammengetan. Erfreulich eingängig, aber nicht beliebig. Leichtfüßig, aber kein Leichtgewicht. Nette Unterhaltung, die auch beim zweiten Hören noch nicht langweilig wird.

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