Band Filter

AWOLNATION - Angel Miners & Lightning Riders

VN:F [1.9.22_1171]
Artist AWOLNATION
Title Angel Miners & Lightning Riders
Homepage AWOLNATION
Label BETTER NOISE MUSIC
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
0.0/10 (0 Bewertungen)

„Angel Miners & Lightning Riders“ ist das vierte Studio-Album der US-amerikanischen Indie-Kapelle AWOLNATION. Seit 2010 firmiert der Bandgründer Aaron Bruno unter diesem Namen und hat seinem Baby auch gleich mal seinen Spitznamen aus Highschool-Zeiten verpasst. Der lautete nämlich „Awol“ – eine Abkürzung aus dem Englischen für „Absence Without Leave“, zu Deutsch „unerlaubte“ bzw. „unangekündigte Abwesenheit“. Jetzt ist Kollege Aaron mitsamt seinen Mannen aber definitiv mit zehn neuen Songs am Start und auch eine Dame, die hierzulande vermutlich sogar bekannter ist als AWOLNATION, ist auf dem Silberling vertreten.

Gleich beim temperamentvollen Opener „The Best“ gibt sich nämlich die Deutsch-Kanadierin ALICE MERTON die Ehre eines Duetts. Allerdings ist der Song auf der Langrille gar nicht in dieser Darreichungsform vertreten, hier singt das Jesus-Lookalike allein; die Idee zur Kollaboration kam den Künstlern wohl erst im Nachhinein. Mr. Bruno hat sich jedoch weitere Featering-Partner eingeladen und so finden sich unter den Gästen noch der Filmmusiker ALEX EBERT (preisgekrönt für die Musik zu „All Is Lost“, ex-IMA ROBOT und ex-EDWARD SHARPE AND THE MAGNETIC ZEROS), der beim discotauglichen „Mayday!!! Fiesta Fever“ mit von der Partie ist, während WEEZERs Rivers Cuomo dem tiefenentspannten „Pacific Coast Highway In The Movies“ den letzten Schliff verpasst. Mit verträumten Synthie-Loops kommt derweil „Slam (Angel Miners)“ daher, wohingegen die zweite Hälfte des Albumtitels, „Lightning Riders“, mit Falsettgesang im Midtempo schwooft. Beim nachfolgenden „California Halo Blue“ sorgen Pianoklänge für ein gerüttelt Maß an Dramatik, ehe „Radical“ mit stampfenden Beats, die mit jeder Menge Rhythmus gepaart sind, ins Ohr geht und „Battered Black & Blue (Hole In My Heart)“ einen Mix aus hart & zart wagt. „Half Italian“ groovt sodann eher unspektakulär aus den Boxen, bevor „I’m A Wreck“ an die PET SHOP BOYS denken lässt und gleichzeitig zum knackigen Bombast-Finale ausholt.

AWOLNATION standen immer schon für ausgeprägte stilistische Kontraste. Die größten Erfolge konnten die Kalifornier diesbezüglich 2011 mit der Single „Sail“ vom Debütalbum „Megalithic Symphony“ feiern. Die Songs auf „Angel Miners & Lightning Riders“ verfolgen ein ähnliches Prinzip, wirken bisweilen allerdings ein bisschen substanzlos. In Gänze präsentiert Aaron Bruno mit seinem vierten Streich deshalb kurzweilige Mucke für die Indie-Disco, die jedoch nicht unbedingt für die Ewigkeit gemacht ist.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Mehr zu AWOLNATION