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AYIN ALEPH - Ayin Aleph I

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Artist AYIN ALEPH
Title Ayin Aleph I
Homepage AYIN ALEPH
Label INVENCIS
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Marlene Dietrich goes Gothic Metal? Könnte man denken bei den Promofotos der französischen Chanteuse AYIN ALEPH. Die ursprünglich aus Moskau stammende Sängerin siedelte Anfang der 90er nach Paris über, um eine Filmkarriere anzustreben. Nebenbei gab sie ihre Klassikausbildung im Pianounterricht an ihre Schüler weiter und organisierte Konzerte für diese. Was sie wieder richtig zur Musik zurückbrachte und nach diversen Versuchen in diesem Projekt endete. Die Drums wurden von Jeff Singer (PARADISE LOST) aufgenommen, passten aber letztendlich doch nicht ganz zu den Arrangements und wurden noch mal von Yann Costes (NO ONE IS INNOCENT) eingespielt. Bass und Gitarren steuerten die Herren von MISANTHROPE bei, immerhin ja auch keine Unbekannten. Passen somit hervorragend zum Barock-Metal, den AYIN praktiziert.

KATE BUSH goes NIGHTWISH sozusagen, ihre Stimme klingt nämlich in der Richtung. Von zerbrechlich-flüsternd/ wimmernd, über gehaucht und gekreischt zu opereskem und Metal-Gesinge hat die Dame so ziemlich jedes Spektrum auf dem Kasten. Das Mastering übernahm Daniel Bergstrand(IN FLAMES/ MESHUGGAH etc.), der Sound ist auch schön fett geraten. Das theatralische Geträller dürfte etlichen Metalheads aber schon nach kurzer Zeit auf den Senkel gehen. Fette Bratgitarren wie in „Grey Ashes“ oder „Walpurgis Night“ sind da schon eher für die Headbanger geeignet. Einen solchen Gesang hab ich aber in Verbindung mit Metal-Songs auch noch nicht gehört! Somit also mal was vollkommen Neues, wo GothicTräller Metal doch eigentlich völlig ausgelutscht ist. 19 Songs in exorbitanten 80 Minuten gibt es zu belauschen, wenn man sich drauf einlässt. Nicht nur die Vocals und Piano-Parts stammen von AYIN, sie hat auch alles arrangiert, komponiert und die Texte verfasst! Aber wieso hat das recht fett bratende „Es muss sein“ einen komplett englischen Text (bis auf die eine Zeile)? Für die brillanten Chöre von „Greed“ verbriet man immerhin 150 backing vocal-Spuren!

Trotzdem ist das Ganze auf die Dauer recht anstrengend und einfach zu lang. Gothiker mit Hang zum Schrägen oder sehr open-minded Metalköppe könnten aber mal ein Ohr riskieren.

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