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AYO - Gravity At Last

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Artist AYO
Title Gravity At Last
Homepage AYO
Label UNIVERSAL
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Bereits das 2006-er Debüt „Joyful“ der 28-jährigen AYO schlug wie eine Bombe in Soul-Kreisen ein. Weltweit wurden 750.000 Einheiten des Silberlings verkauft, es folgten Nominierungen, Auszeichnungen und nunmehr der Nachfolger „Gravity At Last“ der Tochter einer Rumänin und eines Nigerianers, die in Frechen geboren wurde, als Kleinkind einige Zeit in Afrika gelebt hat, Mitte der Achtziger das erste Mal eine Geige in der Hand hielt und später auf Klavier und Gitarre umsattelte.

Aufgenommen wurde die Scheibe auf den Bahamas und zwar als analoger „Live-Mitschnitt“, was die 13 Songs altmodischer und authentischer klingen lässt. Überhaupt werden sämtliche Tracks von AYOs sanfter und doch sehr kraftvollen Stimme dominiert. Wie der Erstling, ist auch „Gravity At Last“ wieder absolut rund und schlüssig ausgefallen, dabei aber auch komplexer und vielschichtiger. So ist der zweite Streich ein größer angelegtes, üppig orchestriertes Album geworden, das dank des Openers „I Am Not Afraid“ gleich mit einer afrikanischen Hitzewelle aus Sound beginnt. Trauriger Blues schließt sich mit „Maybe (Ayo Blues)“ an, bevor die erste Single-Auskopplung „Slow Slow (Run Run)“ wieder Gas gibt. Verspielte Melodien begleiten „Love And Hate“ und „Get Out of My Way“, dann folgt mit „Better Days“ eine besonders intensive Piano-Ballade, die vom jazzigen „Change“ abgelöst wird. „Piece of Joy“ kehrt zur Slow Motion zurück, wohingegen „Lonely“ beschwingte Fröhlichkeit ins Spiel bringt. Nur dezent mit Orgel, Gitarre und Drums instrumentiert gefällt das zurückhaltende „Sometimes“ ganz besonders, um schließlich für die Reggae-Anleihen von „What’s This All About?“ Platz zu machen. Das melancholische „Mother“ ist vermutlich eine Reminiszenz an die eigene Mutterschaft, da sie selbst aus ihrer früheren Beziehung zu PATRICE einen dreijährigen Sohn hat. „Thank You“ verzaubert mit Gospel-Anflügen, dann beendet die „Sometimes“-Akustik-Version die Darbietung minimalistisch.

Ohne Zweifel wird AYO (deren Name aus der westafrikanischen Yoruba-Sprache stammt und für „Freude“ steht) auch mit der aktuellen Langrille die Herzen der Soulfreunde höher schlagen lassen. Die Dame hat Musik im Blut und bewiesen, dass sie ihre musikalische Palette vergrößert und erfolgreich zahlreiche Einflüsse in ihren selbst geschriebenen Songs verarbeitet hat.

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