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BA’AL - Confusion of Tongues

VN:F [1.9.22_1171]
Artist BA’AL
Title Confusion of Tongues
Homepage BA’AL
Label MAINTAIN RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
7.6/10 (11 Bewertungen)

“Confusion of Tongues”, die babylonischen Sprachverwirrung. So wird denn auch der Turmbau zu Babel (auch die erste EP von 2003 trug schon den Titel „The Babel Concept“) gleich bei der Covergestaltung thematisiert, auch wenn wir als Douglas Adams Fans (BA’AL haben es ja mehr mit Bertold Brecht) wahrscheinlich eher den Babelfisch vor unserem geistigen Auge sehen… Aber genug des unnützen Geschwafels, schließlich soll es hier um die musikalische Seite der Thüringer („Thuringians“ sagt der englische Promi-Schrieb… wieder was gelernt)–Dampfhammer-Death-Trasher gehen.

Nach dem viel beachteten Album „The Lilith Complex“ von 2004 und einer 2006 eingeschobenen EP folgt jetzt der nächste richtige Longplayer der Erfurter. Und was als erstes erstaunt: Das hier ist richtig fieser „Old-School-Röchel-Death-Metal“ Marke BOLT THROWER. Nix mit Death-Core oder was man sonst so hätte erwarten können, original fast 39 Minuten durchgängig auf die 12. Womit wir denn auch gleich beim ersten Manko wären (wenn man denn so will), denn Variation ist des Old-School-Deathers Sache nicht. Das liegt zum einen an Shouter Julian Fink, der zwar durchgängig röhrt und brüllt (bei „Vespertine Absurdity“ sogar einen Abstecher ins Pig-Squeal-Land macht), aber ansonsten wenig Abwechslung in seine Darbietung bringt. Zum anderen kommt die Produktion ein wenig zu dumpf und undifferenziert aus den Boxen herübergeschwappt (Die Snare hätte gerne ein wenig klarer akzentuiert werden dürfen, man höre nur den Anfang von „Red Dragon“). Ist natürlich Geschmackssache und macht aus „Confusion of Tongues“ auch wahrlich keine schlechtere Platte. Die Gitarren zaubern gerne die eine oder andere Melodie hervor („Rustmonster“) oder weben ein schönes Riff in den Waber-Sound ein und sorgen damit doch für einige Hooks, an die das Ohr sich gerne gewöhnt. Hat etwas von AMON AMARTH, besonders bei Tracks wie „Endeavor Bafflegab“. Die acht Tracks, sowie ein In- und Outro (die sich scheinbar mit dem Irak-Krieg befassen. Zu den restlichen Lyrics kann ich aufgrund mangelnden Textblatts nicht viel sagen), hinterlassen einen guten Eindruck und sind gutes Futter für die „Erste-Reihe-Permanent-Headbanging-Fraktion“.

Darf man sich gerne in das Regal stellen, wenngleich es leider kein richtiger Überhammer geworden ist, dafür besitzt die Konkurrenz das kleine Fünkchen mehr an Eigenständigkeit und songwriterischem Können. Vielleicht beim nächsten Album? Die Zeichen sprechen eher für als gegen BA’AL.

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