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BABY UNIVERSAL - Live

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Artist BABY UNIVERSAL
Title Live
Homepage BABY UNIVERSAL
Label KABUMM RECORDS
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Im letzten Jahr ist das selbstbetitelte Debüt von BABY UNIVERSAL erschienen und weil auch beim hochgelobten Erstling alles live eingespielt wurde, war es fast klar, dass auch noch eine „richtige“ Liveplatte folgen musste. Eigentlich waren die Mitschnitte der Abschlusskonzerte der letztjährigen Tour ja als Dankeschöngeschenk an die Fans gedacht, doch schnell war klar, dass die Aufnahme einen anderen Rahmen brauchten, um den glasklaren Sound und die mitreißende Performance besser zum Ausdruck zu bringen. Folgerichtig gibt es jetzt den Silberling mit dem prägnanten Namen „Live“ auf dem zwölf Songs verewigt sind, die die Hallenser am 16.12.2010 und 13.01.2011 in ihrer Heimatstadt im Objekt 5 zum Besten gegeben haben.

Den Anfang macht das druckvolle „Black Sun Roll“, welches es wie das treibende „A Ghost Is In The House“ bereits auf der Studio-Langrille zu hören gab. Dass die BABY-UNIVERSAl-Wurzeln in den Siebzigern zu suchen sind, ist unüberhörbar – ebenso wie die Spielfreude der Jungs um Sänger Conny Ochs, der nicht nur gute Chancen bei einem Jim-Morrison-Lookalike-Contest hätte, sondern beim knackig-schwurbeligen „Black Spider“ mit teilweise recht ähnlich klingenden Vocals aufwarten kann. Mit „Holy Ground“ und „Dig My Life Away“ sind zwei Cover-Versionen mit von der Partie, die im Original von WOODY GUTHRIE sind und hervorraged interpretiert werden. Dunkle Schatten liegen auf den Songs, die aber keinesfalls erdrückend sind, sondern zum Tanzen einladen. Das coole „Alright In The Air“ zählt da zu den ruhigeren Vertretern mit viel Tiefgang und einer gewissen Nähe zu den BAD SEEDS, während die P.I.L.-Reminiszenz „This Is Not A Love Song“ wieder Gas gibt. Jaulende Langäxte in Slow Motion adeln „Dancing Witches“, bevor der Bass zum rhythmusbetonten „Morning Comes“ leise grummelt und eine Mundharmonika erklingt. Mit „Dance Radio“ geht’s schwungvoll weiter und auch „Bye Bye Love“ bleibt in den Vollen. Mit dem „Monkey Dance“ dürfte sich das Objekt 5 endgültig in einen Hexenkessel verwandelt haben. Wer hier nicht wenigstens den Kopf nicken lässt und mit den Füßen wippt, hat auf Rockkonzerten definitiv nichts zu suchen!

Technisch einwandfrei, kommt auch der Live-Charakter auf dieser VÖ bestens rüber. Die ganze Sache klingt nach gelungenen Live-Gigs, bei denen man zweifellos was verpasst hat. Damit der geneigte Hörer nicht gänzlich leer ausgeht, darf er sich einen kleinen Teil der Live-Atmosphäre jetzt mit dem jüngsten BABY-UNIVERSAL-Output ins Haus holen. Und diejenigen, die bei den Aufnahmen (oder anderen BABY-UNIVERSAL-Konzerten) dabei waren, bekommen noch mal eine hörenswerte Auffrischung ihrer Erinnerungen.

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