Band Filter

BABY WOODROSE - Chasing Rainbows

VN:F [1.9.22_1171]
Artist BABY WOODROSE
Title Chasing Rainbows
Homepage BABY WOODROSE
Label BAD AFRO RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
6.0/10 (3 Bewertungen)

BABY WOODROSE sind Ende 2001 aus einen Nebenprojekt der Stoner-Truppe ON TRIAL entstanden, bei denen Mastermind Lorenzo Woodrose an den Drums tätig war. Auf Dauer war ihm das wohl zu langweilig und er verlegte sich auf psychedelischen Sixties Garage Rock. Eine ganze Reihe Veröffentlichungen hat es inzwischen gegeben, die neueste dreht sich gerade in meinem CD-Player und katapultiert mich postwendend glatte 40 Jahre zurück.

„Someone To Love“ startet mit einer fetten Retro-Orgel und schickt mich auf eine psychedelische Reise, bei der die namensgebende Hawaiianische Holzrose mit ihren in der Wirkung dem LSD ähnlichen Samen kaum noch vonnöten sein dürfte. Fröhlich-beschwingt schließt sich „I’m Gonna Make Your Mine“ zur Freude aller Blumenkinder an. Etwas düsterer präsentiert sich „Let Yourself Go“, bevor „Twilight Princess“ geradezu in eine verbotene Opiumhöhle entführt. Die Schleier lüften sich beim luftig-leichten „Lilith“ für einen kurzen Moment, dann geht’s mit Tablas und dem Song „In Your Life“ Richtung Indien. Das Titelstück „Chasing Rainbows“ baut sogar Schallplattenknistern mit ein und macht so die Illusion einer Endsechziger-Party perfekt. Chorgesänge beherrschen „No More Darkness“, dann tauchen wir mit „Dark Twin“ noch mal in transzendente Dunkelheit ein. Auch „Renegale Soul“ verabschiedet sich von der Party-Fröhlichkeit, die man bisher von BABY WOODROSE kannte und welche man auch beim abschließenden „Madness of Your Own Making“ ebenfalls vergeblich sucht. Stattdessen klingt die Reise gemächlich aus. Ganz so, als käme man ganz langsam von einem Trip runter.

Wir wollen mal besser nicht spekulieren, welche Drogen in welchen Mengen bei der Entstehung dieses Silberlings im Spiel waren. Vermutlich ist die einzige Droge, die Lorenzo Woodrose braucht, auch die Musik. In jedem Fall hat er ein sehr authentisches Album hinbekommen, das den Spirit dieser Zeit wunderbar einfängt, ohne altbacken zu wirken. Noch mehr musikalische Experimente des Dänen gibt es übrigens in einem weiteren Projekt namens DRAGONTEARS zu hören und auch beim Kollegen Sebastian T.W. Kristiansen aka THE SETTING SON saß der Gute vor Kurzem noch hinter der Schießbude. Wer 15 Songs pro Woche schreibt, braucht wohl mehrere Baustellen gleichzeitig.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Mehr zu BABY WOODROSE