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BABYSHAMBLES - Sequel To The Prequel

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Artist BABYSHAMBLES
Title Sequel To The Prequel
Label PARLOPHONE
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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6.8/10 (4 Bewertungen)

Vermutlich hatte Peter Doherty gute Chancen, dem Club 27 beizutreten, aber irgendwie hat der LIBERTINES- und BABYSHAMBLES-Fronter doch bei allen Drogen-Eskapaden immer wieder die Kurve bekommen und präsentiert jetzt 34-jährig sein jüngstes Baby „Sequel To The Prequel“, mit dem die BABYSHAMBLES nach sechs Jahren wieder aus der Versenkung zurückkehren. Beim letztjährigen Rock Im Park (2011 hätte Doherty schon beim RaR und RiP auftreten sollen, musste aber zeitgleich eine Gefängnisstrafe absitzen, womit wir auch schon bei seiner Regensburger Kneipentour mit August Diehl sind, bei der irgendwie im Vollrausch auch eine Gitarre gestohlen wurde…) fand ich den neuerdings in Paris ansässigen Doherty doch sehr blass – und damit meine ich ausdrücklich seinen Teint und die Show, fragt sich, ob er „Sequel To The Prequel“ mehr Leben einhauchen konnte.

Um es vorweg zu nehmen: wahrscheinlich auch dank seiner Mitstreiter Mik Whitnall (Gitarre), Drew McConnell (Bass) und Adam Ficek (Drums) sowie des Produzenten Stephen Street (BLUR, KAISER CHIEFS, THE SMITHS) ist der dritte Studiosilberling der BABYSHAMBLES absolut hörenswert und abwechslungsreich ausgefallen. Als Auftakt schicken die Herrschaften mit „Fireman“ 77er-Punk-Spirit ins Rennen, ehe die erste Single-Auskopplung „Nothing Comes To Nothing“ als puristischer Brit-Pop-Vertreter daherkommt. In diesem Sinne schließt sich auch „New Pair“ an, bevor mit „Farmer’s Daughter“ melodischer Rock auf dem Zettel steht und „Fall From Grace“ als beschwingt-schöne Ballade grüßt. „Maybelline“ nimmt derweil tanzbar Fahrt auf, während der Titeltrack „Sequel To The Prequel“ dezente Vauxhall-Versatzstücke zu Gehör bringt. Bei „Dr. No“ sind es hingegen dubbige Ska-Sounds, die aufhorchen lassen, während das leise „Penguins“ irgendwie sehr zerbrechlich scheint. Da ist Peters Lieblingssong „Picture Me In A Hospital“ deutlich eingängiger ausgefallen und auch „Seven Shades of Nothing“ lockt auf den Indie-Dancefloor, um schließlich mit dem getragenen Rocker „Minefield“ zu enden.

Die Limited Deluxe Edition legt noch eine zweite CD mit fünf weiteren Songs obendrauf, die den aktuellen BABYSHAMBLES-Trend, es ein wenig ruhiger anzugehen, fortsetzt. Der Opener „Cuckoo“ bringt zusätzlich noch gewisse Reggae-Anleihen mit, während „Stranger In My Own Sky“ umgehend ins Ohr tänzelt und „The Very Last Boy Alive“ aufs Gas steigt. „After Hours“ klingt nach Proberaum-Session und von „Dr. No“ gibt’s als Abschluss noch die Demo-Version. Welcome back Mr. Doherty. Sie können es also doch noch und nölen sich auf das Feinste durch ein wahres Füllhorn musikalischer Einflüsse, die auf „Sequel To The Prequel“ zu einem homogenen Ganzen gewachsen sind.

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