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BACIO DI TOSCA - Der Tod und das Mädchen

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Artist BACIO DI TOSCA
Title Der Tod und das Mädchen
Homepage BACIO DI TOSCA
Label CAPUT MEDUSAE RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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5.9/10 (12 Bewertungen)

BACIO DI TOSCA heißt übersetzt soviel wie „Kuss der Tosca“, Tosca ist eine Oper in 3 Akten von Giacomo Puccini und damit sind wir eigentlich auch schon beim Thema. Die Mezzosopranistin Dörthe Flemming (Ex CHARITONA) vertont auf ihrem Debüt Album „Der Tod und das Mädchen“ (es existieren sowohl ein Theaterstück von Ariel Dorfman als auch ein Film von Roman Polanski mit demselben Titel) 11 Gedichte von bekannten Dichtern und Dichterinnen. Darunter Heinrich Heine, William Shakespeare, Else Lasker-Schüler und Theodor Storm. Jedes der Gedichte thematisiert mehr oder weniger offensichtlich den Tod und die Liebe, gerne auch beides in Kombination. Für die nötige Portion Düsternis und Romantik ist also gesorgt.

Unterlegt ist das Ganze passend mit neoklassischer Musik und die facettenreiche Stimme von Frau Flemming bohrt sich, wenn sie sich zu höchsten Höhen aufschwingt, regelrecht in den Gehörgang. Dazwischen immer mal wieder gesprochene Sätze einer männlichen Stimme, die den Ohren eine kurze Pause gönnen. Beim Genuss des Titelstücks war meine erste Assoziation, dass es sich ein bisschen anhört wie „Schwarze Witwe“, ein Duett von Anna R. (ROSENSTOLZ) und NINA HAGEN. Im weiteren Verlauf erkennt man aber auch Parallelen zu DEAD CAN DANCE oder DIE VERBANNTEN KINDER EVAS. Wobei BACIO DI TOSCA sich aber doch noch mehr in klassischeren Gefilden bewegt, schon allein wegen der opernhaft anmutenden Stimme. „Schwermütig“ ist wohl eine gute Beschreibung für „Der Tod und das Mädchen“ und deshalb passt dieses Debütalbum wunderbar zu den grauen und nebligen Tagen, die uns demnächst bevorstehen. So kann man es sich bei Kerzenschein mit einem Glas Rotwein auf dem Sofa oder in der warmen Badewanne gemütlich machen und sich bim hören ein wenig der eigenen Melancholie hingeben.

Das Werk (ich würde es bedenkenlos so betiteln) ist mit Sicherheit keine leichte Kost und auch nichts zum mal eben nebenbei hören, aber wer es etwas anspruchsvoller mag und ein bisschen was für klassische Musik übrig hat, dem sei „Der Tod und das Mädchen“ wärmstens ans Herz gelegt.

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