Band Filter

BACIO DI TOSCA - …und wenn das Herz auch bricht

VN:F [1.9.22_1171]
Artist BACIO DI TOSCA
Title …und wenn das Herz auch bricht
Homepage BACIO DI TOSCA
Label CAPUT MEDUSAE RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
7.0/10 (3 Bewertungen)

BACIO DI TOSCA veröffentlichen mit „…und wenn das Herz auch bricht“ in diesem Herbst ihr zweites Album und natürlich war es für mich klar, dass ich eben dieses besprechen werde, denn mit dem Debüt „Der Tod und das Mädchen“ vor fast genau einem Jahr startete ich meine ruhmreiche (*hust*) Rezensentenkarriere beim Terrorverlag. Mag ich mich vielleicht auch hier und da verändert haben, so ist Dörthe Flemming ihrem Stil treu geblieben. Nach wie vor vereint sie klassische Musik mit modernen Elementen und vertont erneut Gedichte von namhaften Dichtern wie Heinrich Heine, Theodor Storm oder Joseph von Eichendorff. Außerdem einen Textauszug aus „Die unendliche Geschichte“ (eins meiner Lieblingsbücher in meiner Jugend) von Michael Ende und ein Lied aus dem alten Testament der Bibel.

Der Titel deutet schon an, dass es um die Liebe in all ihren Facetten geht, welche ja auch auf dem Vorgänger schon ein vorherrschendes Thema war. Dazu gehören natürlich auch der Kummer, der Tod, der Schmerz und eine gehörige Portion Pathos und Romantik. Und auch das Coverartwork befasst sich mit der Liebe, allerdings mit der käuflichen. Aber wie es in „Unüberwindlich wie der Tod“ heißt: „Wer meint, er könne solche Liebe kaufen, der ist ein Narr, er hat sie nie gekannt!“. Positiv fällt mir bei „…und wenn das Herz auch bricht“ auf, dass Frau Flemming ihre Stimme etwas zurücknimmt und diese sich nicht mehr ganz so schrill in den Gehörgang bohrt, was das Hören entsprechend weniger anstrengend macht. Bei „Waldgespräch“ erhält sie dann auch männliche Gesangsunterstützung von einem alten Bekannten. Sascha Blach, Zillo-Redakteur und Autor, von dessen Geschichten kürzlich eine auf „Terrorchromosom – Tell me Y“ erschienen ist, stellt hier unter Beweis, dass er nicht nur schreiben kann, sondern auch über eine gute Gesangsstimme verfügt. Ein weiteres Schmankerl findet sich am Ende des Albums, denn Bruno Kramm, Mastermind bei DAS ICH, hat einen Remix von „O wärst du mein!“ angefertigt. Hier trifft also Elektronik auf Klassik und gibt insgesamt ein recht interessantes und durchaus clubtaugliches Gemisch ab. Des weiteren ist von dem Remix noch ein Radio-Edit enthalten, der sich aber hauptsächlich nur in der Länge von dem eigentlichen Remix unterscheidet. Erwähnenswert wäre auch noch der Club-Edit, welcher durchaus gefällig ist und so sicher auch in den schwarzen Tanztempeln funktionieren könnte. Nur frage ich mich, ob es wirklich sein musste “ O wärst du mein!“ gleich viermal mit auf die CD zu packen.

Aber gut, da kann man drüber hinwegsehen, denn insgesamt liefert BACIO DI TOSCA ein ausgereiftes Werk ab, welches die Herzen von Neoklassik und Romantikfans sicher höher schlagen lässt. Und zu den nun demnächst hereinbrechenden schmuddeligen und dunklen Tagen ist dies sicher der passende Soundtrack.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

BACIO DI TOSCA - Weitere Rezensionen

Mehr zu BACIO DI TOSCA