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BAD BLOOD - Worn Out

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Artist BAD BLOOD
Title Worn Out
Homepage BAD BLOOD
Label VACATIONHOUSE
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BAD BLOOD – das ist Post Punk aus Florenz. Die Italiener können also auch laut und dreckig. Den Beweis tritt die Combo, die mit diversen Besetzungswechseln seit 2004 existiert, zumindest mit ihrem Debüt „Worn Out“ an.

Tatsächlich sucht man zuckersüße Eisdielen-Lala bei den drei Herrschaften vergeblich. Stattdessen brüllt, kreischt und shoutet Sänger und Gitarrist Matteo was das Zeug hält, während seine Kollegen Edoardo (Bass) und Filippo (Drums) für den treibenden Rhythmus sorgen. Bei BAD BLOOD geht’s Schlag auf Schlag: Kaum, dass der flotte Dreier sich bei der einen Nummer ausgetobt hat, folgt der nächste hochenergetische Kick. Entsprechend startet das Trio mit „Grass“ auf der Überholspur, die sie während der kommenden guten halben Stunde auch nicht mehr verlassen sollen. „Under The Eggs“ drosselt vielleicht das Tempo ein wenig, wird dafür jedoch gleich umso stärker rausgerotzt. Sehr präsent ist beim BAD-BLOOD-Sound der tiefer gestimmte Stahlsaiter, der die Songs durchgängig auf Kurs hält, was auch für „Sound of Rain“ gilt, das mit ungewohnt versöhnlichen Klängen beginnt, dann allerdings schnell zu krachenden Gitarrengewittern zurückfindet. Stoisch spielen BAD BLOOD ihr „Life Flows“ runter, um mit dem noisigen „Acido Lattico“ nachzulegen. Zum Ende hin greifen die Italiener zudem verstärkt in die Punk-Trickkiste, was neben viel Tempo auch jaulende Gitarren bedeutet.

Alles klar, sollte ich bislang Zweifel gehabt haben, dass sich unsere Nachbarn südlich der Alpen auch auf „fies“ und schmutzig verstehen, dann konnten BAD BLOOD meine Bedenken spätestens mit ihrem komplett disharmonischen Hidden Track ausmerzen.

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