Band Filter

Request did not return a valid result

BAD FOR LAZARUS - Life’s A Carnival – Bang! Bang! Bang!

VN:F [1.9.22_1171]
Artist BAD FOR LAZARUS
Title Life’s A Carnival – Bang! Bang! Bang!
Homepage BAD FOR LAZARUS
Label 1234 RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
8.0/10 (2 Bewertungen)

Wer glaubt, Brighton sei einfach nur ein verschlafenes Seebad im Süden Großbritannien, weiß nicht, dass viele Bands hier ihre Homebase haben. Etwa PASSENGER, THE KOOKS, FATBOY SLIM, BLOOD RED SHOES, THE GO! TEAM und die MIRRORS. Brighton gilt außerdem als die Gründungsstadt des Big Beats. BAD FOR LAZARUS sind hier ebenfalls zuhause, wenn sie nicht gerade durch UK tingeln, Festivals spielen, touren und supporten. Was sie in all den Jahren noch nicht gemacht haben, war ein Album aufzunehmen und dafür musste der umtriebige Fünfer Brighton jetzt noch nicht mal verlassen.

Im Sommer soll bereits Langrille No.II erscheinen, bis es soweit ist, wollen wir uns jedoch erst einmal den Erstling vornehmen, der zwar keinen Innovationspreis gewinnen wird (und auch gar keine Ambitionen in diese Richtung hat), es aber ordentlich krachen lässt. ’Garage Motown Hell Punk Rock N Roll Action’ nennt die Combo ihren Sound und es steht außer Zweifel, dass die Truppe sich in jedem Genre die knackigsten Zutaten rausgesucht hat. Beim Opener „To’s & Fro’s“ wurde etwa im Psych-Rock- und Garage-Baukasten gekramt und was sie gefunden haben, ist alles andere als verstaubt. „Caught In The Twist“ übernimmt mit mehrstimmigem Gesang und treibenden Rhythmen, ehe „My Muddle“ Kirmes-Seligkeit auf krudem Seventies-Niveau verspricht. „No Cigar“ macht mitsamt Orgel-Versatzstücken im wahrsten Sinne des Wortes Alarm und wenn’s „Disco Biscuits (For Breakfast)“ gibt, dann ist da Soul ebenso im Spiel wie temporeicher Indie-Rock. Einen Tick grooviger kommt das frickelige „Got Your Nose“ daher, bevor für das rhythmusbetonte „Bad Stallion“ die Gitarren tiefer gestimmt werden und die Garage abermals zu scheppern beginnt. „7 Minute Itch“ gefällt mit weiblichen Vocals, die ebenso wie die Instrumentierung direkt ins Ohr gehen und auch das Zeug fürs Radio hätten. Das scheppernde „Old Rats On A New Ship“ ist da schon eher was für versiffte Clubs und „D For Conversation“ mit jaulender Orgel und temporeichen Krachlatten ein schweißtreibender Energieträger. „The Twenty Four“ rührt in diesen akustischen Energydrink noch eine gute Portion Horror-Punk, bevor „Billiards“ noch einen schrägen Kneipenchor bemüht und sich mit solidem Handwerk verabschiedet.

Viele Köche verderben bekanntlich den Brei. Viele verschiedene Einflüsse können leicht zu einem Ergebnis führen, dem der berühmte rote Faden fehlt. Davon kann bei BAD FOR LAZARUS und „Life’s A Carnival – Bang! Bang! Bang!” definitiv nicht die Rede sein. Das Quintett weiß genau, was es tut und macht dies auf eine absolut erfrischende, mitreißende Art und Weise, die bereits die Vorfreude auf den zweiten Longplayer anheizt.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Mehr zu BAD FOR LAZARUS