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BAD RELIGION - New Maps of Hell

Artist BAD RELIGION
Title New Maps of Hell
Homepage BAD RELIGION
Label EPITAPH
Leserbewertung

Die Punkurväter BAD RELIGION sind mit einem neuen Meisterwerk zurück. Bereits seit 1981 (!) verzückt man die Welt mit Vorreiteralben, die ihresgleichen suchen. In den letzten Jahren verzettelte man sich etwas in zu langen Songs und zuviel Songwriting. Mit „New Maps of Hell“ besinnt man sich glücklicherweise wieder zurück zu den Anfangstagen und haut einem das mit Abstand geilste Werk seit dem 92er-Klopper „Generator“ um die Ohren!

Das geht gleich mal mit dem harten „52 Seconds“ richtig amtlich los, komischerweise ist das Ding dann doch 58 Sekunden lang! SO muss das! Es folgt gleich ohne Pause die Abrissbirne „Heroes & Martyrs“, die es immerhin auf 1:26 bringt… Punkrock in Perfektion! Gänsehautgesang von einem der schlausten Frontmänner ever: Greg Graffin! Und BAD RELIGION sind nach wie vor die einzige Band, die ungestraft ahahah-Chöre en Masse darbieten darf, ohne peinlich zu wirken. Man höre das folgende „Germs of Perfection“ (1:27). Mit dem melodischen Hit „New Dark Ages“ erreicht man ja fast die 3-Minutenmarke, so einfach schreibt man zeitlose Klassiker, die im Ohr hängen bleiben. BAD RELIGION haben seit nunmehr 26 Jahren nur ein Riff (meinen Kritiker)? Scheiß drauf, es ist DAS Riff! Und an dem Hitpotenzial der Herren haben sich schon Generationen an Nachahmern die Finger verknotet und sie werden es auch weiterhin nicht schaffen, dieses Level zu erreichen. Das hart treibende „Requiem for Dissent“ fräst sich in die Gehörgänge und verbreitet in seinen 2 Minuten mehr Freude, wie andere Combos auf einem ganzen Album. Bei 16 Tracks bringt man es immerhin auf gut 39 Minuten. Und jede einzelne davon begeistert ohne wenn und aber. Mit „Before You Die“, „Honest Goodbye“ und „Dearly Beloved“ nimmt man den Fuß vom Gaspedal, was dann mehr an die Bandphase ab Mitte der 90er erinnert. Ansonsten wird hier gebretzelt wie in besten Zeiten. Das Minuten-Inferno „Murder“ könnte auch locker auf „Suffer“ oder „No Control“ stehen! „Scrutiny“ ist erneut ein perfekter Singalong-Hit, wie ihn nur die Herren Graffin und Gurewitz aus dem Ärmel schütteln können. Davon gibt es auf diesem Album wieder zuhauf.

Bleibt unterm Strich das geilste BAD RELIGION-Werk seit 15 Jahren, womit der Diskografie ein weiteres Referenzalbum in Sachen melodischer PunkRockCore hinzugefügt ist. Pflichtveranstaltung!

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