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BAD SECTOR - CMASA

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Artist BAD SECTOR
Title CMASA
Homepage BAD SECTOR
Label POWER AND STEEL/ LOKI FOUNDATION
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Zeit für eine kurze Rückblende: Zugegeben, als mich Anfang des Jahrtausends die frühe BAD SECTOR Kollaboration mit CONTAGIOUS ORGASM erreichte, erschien mir die dort präsentierte elektronische Musik doch noch recht schwer greifbar. Obwohl sich das seitdem grundlegend geändert hat, bleibt Massimo Magrini trotz einer Vielzahl zwischenzeitlicher Veröffentlichungen aber immer für eine Überraschung gut. „CMASA“ ist so ein für ihn eher untypisches Release, welches auf dem Hintergrund basiert, dass der italienische Protagonist 2005 gebeten wurde, einige Tracks für die damals bevorstehende M3M (Marina Terzo Millennio) beizusteuern, einer Kunstausstellung rund um die Mündung des Flusses Arno, die mit samt ihrer insbesondere in den 20er und 30er Jahren aktiven Flugzeugfabrikation in den dortigen Werftanlagen optisch einen deutlichen industriellen Gegenpol zur archaisch-beschaulichen, von Fischerei geprägten Küste zu bieten hat(te).

Eine wohl einzigartige Szenerie, die BAD SECTOR als fruchtbare Inspirationsquelle hergehalten und zu drei, in In- und Outro eingebetteten Zwölfminütern geführt hat, wobei zwei dieser aus Fragmenten neu gemasterten und zusammengefügten Stücke schon einmal über die Homepage des Künstlers zu erlangen waren. Die drei Hauptkompositionen zeichnen sich im Wesentlichen durch den verstärkten Einsatz natürlicher sowie akustischer Klänge aus, an erster Stelle sind hier Gitarre und Piano zu nennen. Die dadurch tendenziell warme Grundausrichtung wird aber durch gelegentliche Verfremdungen und mechanisch-metallische Klänge ergänzt. Über weite Strecken erhält die Chose aufgrund von mit sanften Synthiesounds unterlegtem Wasserplätschern auch einen leicht esoterisch angehauchten Charakter. Die so geschaffenen Schichten fallen in gewissem Maße sogar melodisch aus und erzeugen Ambient, der auf ganz eigenem Wege experimentell erscheint und im Klangfluss mehr Bewegung aufweist als etwa reiner Dark Ambient.

Ein Nachempfinden der verkörperten Emotionen und Stimmungen verläuft so verhältnismäßig einfach und die Arrangements geraten zu einem Hörerlebnis allererster Güte. Wüsste man es nicht besser, könnte man auf die Idee kommen, dass dies der perfekte Soundtrack für eine Ausstellung, zum Beispiel auch zu naturwissenschaftlichen Themen, sein könnte.

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