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BALANCE AND COMPOSURE - Light We Made

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Artist BALANCE AND COMPOSURE
Title Light We Made
Homepage BALANCE AND COMPOSURE
Label BIG SCARY MONSTERS
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

BALANCE AND COMPOSURE sind eine Alternative-Rock-Combo, die sich vor bald zehn Jahren in Doylestown/Pennsylvania gegründet hat. 2013 veröffentlichten sie ihr hoch gelobtes zweites Album „The Things We’re Missing“, danach wurde es erst einmal ruhig um die Kapelle. Das lag vor allem an dem schweren Autounfall, den ihr Schlagzeuger und Co-Songwriter Bailey Van Ellis erlitten hatte. Für alle fünf Bandmitglieder war dies ein Moment, der sie veranlasste, einen Gang runterzuschalten und eine neue Sicht auf die Dinge zu entwickeln. Dazu kam schließlich noch der Verkauf des Hauses, in dem sie bisher einen Großteil ihrer Lieder geschrieben hatten und ein Umzug in das benachbarte, sehr düstere Tullytown, wo sich BALANCE AND COMPOSURE in den Proberaum einer ortsansässigen Metaller-Truppe einmieteten.

Dass deren härtere Gangart plötzlich auch auf „Light We Made“ durchschlägt, kann man jetzt allerdings nicht behaupten. Zu hören gibt es stattdessen Alternative mit gewissen Wave-Anklängen. Damit gehen die zehn Songs gut ins Ohr, sind jedoch manchmal vielleicht auch eine Spur zu glatt gebügelt. Etwa bei der ersten Single „Postcard“, die durchaus auf dem richtigen Weg ist, nur gelegentlich etwas mehr Biss bräuchte. Die Wave-Versatzstücke lassen sich insbesondere bei „Spinning“ bestens raushören, auch „Call It Losing Touch“ spielt diese Karte geschickt, während „Fame“ ein wenig beliebig rüberkommt und „Loam“ auf der Zielgeraden wieder in rockigere Gefilde umschwenkt.

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Grundsätzlich ist „Light We Made“ nicht verkehrt, aber in Gänze klingen die Songs ein wenig, als hätten sich Jon Simmons (vocals & guitar), Erik Petersen (guitar), Andy Slaymaker (guitar & backing vocals), Matt Warner (Bass) und Drummer Bailey am Ende nicht so richtig getraut, einfach mal alles rauszulassen. So liefern BALANCE AND COMPOSURE durchaus verträumte Synth-Akkorde, melodische Gitarrenriffs, atmosphärische Bass-Grooves und am HipHop angelehnte Drumbeats ab, die aber ruhig allesamt noch ein bisschen fordernder sein dürften, damit sich über die rund 40 Minuten Spielzeit keine Langeweile einstellt.

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