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BARONESS - Purple

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Artist BARONESS
Title Purple
Homepage BARONESS
Label VERTIGO
Leserbewertung
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9.0/10 (1 Bewertungen)

Nach rot (2007), blau (2009) und gelb und grün (2012) jetzt also lila. Keine Frage, konsequent sind die Herren aus Savannah/Georgia bei der Betitelung ihrer Langrillen. Auf das „Red Album“ folgte „Blue Record“ und „Yellow & Green“, worauf wir es jetzt ganz aktuell mit „Purple“ zu tun haben. Auch das Cover-Artwork bleibt seiner ursprünglich eingeschlagenen Linie treu und wurde wie üblich von Sänger und Gitarrist John Dyer Baizley entworfen. Ansonsten geht es auf „Purple“ natürlich im Besonderen darum, den schweren Unfall zu verarbeiten, der sich 2012 in der Nähe des englischen Bath ereignete. Der BARONESS-Tourbus stürzte damals neun Meter tief von einer Brücke und John brach sich den linken Arm und das Bein, Schlagzeuger Allen Blickle und Bassist Matt Maggioni erlitten Frakturen an der Wirbelsäule, worauf die Tour abgebrochen wurde. Infolgedessen verließen Matt und Allen die Band im März 2013. Für sie kamen Sebastian Thomson (Drums, ex-TRANS AM) und Nick Jost (Bass & Keys).

Mit dem Opener „Morningstar“ lassen die Herrschaften es gleich mal amtlich krachen, ehe „Shock Me“ in die abwechslungsreichen Vollen geht und „Try To Disappear“ druckvoll nach vorn treibt. Dem steht das straighte „Kerosine“ in nichts nach, bevor „Fugue“ das Tempo drosselt und die Gedanken zu jaulenden Gitarrenriffs fließen lässt, ehe „Chlorine & Wine“ in ruhig mäandernder Manier von den Schwierigkeiten der Genesung berichtet. Der BARONESS-Überlebenswille manifestiert sich derweil im donnernden Uptempo-Rocker „The Iron Bell“, während „Desperation Burns“ als fetter Aufschrei aus den Boxen schallte. Verschachtelter präsentiert sich da das vielschichtige „If I Have To Wake Up (Would You Stop The Rain?)“, in dem die Sorgen direkt nach dem Unfall zum Ausdruck gebracht werden, bevor „Crossroads of Infinitiy“ als 17-sekündiges Avantgarde-Finale fungiert.

Keine Frage, BARONESS sind wieder da und aus den ehemaligen Sludge-Metallern sind – vermutlich auch dank der Neuzugänge an der Schießbude und dem Tieftöner bzw. Tasten -Rocker geworden, die durchaus eine gewisse Massenkompatibilität mitbringen, sich aber keinesfalls am Mainstream anbiedern. Die Gitarrenriffs sitzen einfach perfekt und auch wenn der Prog-Anteil in der Musik weniger geworden ist, bringt der Sound immer noch eine Komplexität mit, die Spaß macht, ohne anstrengend zu werden.

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