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BASKERY - New Friends

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Artist BASKERY
Title New Friends
Homepage BASKERY
Label BLUE ROSE
Leserbewertung
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8.5/10 (6 Bewertungen)

Sie klingen, als kämen sie aus dem tiefsten Texas, tatsächlich sind die drei Schwestern Greta, Stella und Sunniva Bondesson jedoch in Stockholm zu Hause. Die Rede ist von BASKERY, der schwedischen Antwort auf die DIXIE CHICKS. Vor zwei Jahren hatte ich bereits das Vergnügen, die aparten blonden Schwedenhäppchen live zu erleben, damals waren sie mit ihrem Debüt „Fall Among Thieves“ unterwegs, jetzt gibt’s neue Konservenkost von BASKERY, die offensichtlich irgendwann zwischen unzähligen Live-Gigs erneut den Weg ins Studio gefunden haben. Musik machen die Mädels bereits seit Ende der Neunziger – damals noch mit Papa an den Drums und unter dem Namen THE SLAPTONES; seit 2006 firmieren die Damen als Trio und nennen sich BASKERY. Stilistisch geht’s bei dem flotten Dreier in Richtung Alternative Country/Swamp Punk/Americana/Singer-/Songwriter oder um es kurz mit einem BASKERY-Schlagwort zu sagen: Banjopunk!

So umschreiben Greta, Stella und Sunniva selbst ihre Mucke und wenn man den knackigen Opener „Shame & Dance“ hört, bekommt man schon einen ganz guten Eindruck, was man darunter zu verstehen hat. Die Damen geben ordentlich Gas und erinnern dabei entfernt an ihre momentan äußert erfolgreichen Schwestern im Geiste, den in Norwegen beheimateten Musikerinnen von KATZENJAMMER. „Nobody Nice“ wird von dreistimmigem Gesang und Rockabilly-Gitarren bestimmt und zählt zu den frühen Highlights der Scheibe, ehe es mit „The Queens of Home“ sehr emotional weitergeht. Diese Nummer weiß durchaus zu überzeugen, doch verstehen sich BASKERY insgesamt einfach besser auf treibende Stücke, bei denen es so richtig rund geht. Deshalb vermag „Rivers of Home“ auch nicht so recht zu zünden. Vergeblich warte ich auf den eruptiven Höhepunkt, der sich zwar oft ankündigt, am Ende aber doch ausbleibt. Dafür lässt „Mortal“ alsbald die Füße wippen und gefällt mit einer kleinen Pfeifeinlage, ehe sich „Throw A Bone“ beschwingt anschließt. „Rotten/Boys“ besticht mit den schönen Vocals des Bondesson-Clans und gewinnt im Laufe des Vortrages an Dynamik, während „Beat Up The Blues“ ein wenig mehr Drive gut getan hätte. Wie gesagt: Wenn BASKERY in die Vollen gehen, zeigen sie erst so richtig, was in ihnen steckt. Das beweist auch „As Simple As This“, das für sich genommen nett anzuhören ist, aber im Zusammenhang mit den übrigen Liedern zu wenig Schmackes mitbringt. Zum Schluss laden BASKERY noch mal zum gemeinsamen Singen von „Tendencies“ ans Lagerfeuer, wo ein paar Saiteninstrumente als Untermalung für den Gesang reichen.

Alle drei Schwestern haben wirklich bezaubernde Stimmen und auch handwerklich macht den Dreien niemand etwas vor. Nur sollten sie sich nicht zu sehr in den Balladen verlieren. Hier und da eingestreut, passt das schon, nur vergesst nicht euren Banjo-Punk, Mädels!

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