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BAYSIDE - Shudder

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Artist BAYSIDE
Title Shudder
Homepage BAYSIDE
Label VICTORY
Leserbewertung
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8.0/10 (1 Bewertungen)

Manchmal spielt einem das Schicksal übel zu. So mussten die New Yorker BAYSIDE 2005 den Tod ihres Drummers John Holohan verkraften. Zu ihrem Glück wurde mit Chris Guglielmo rasch ein Nachfolger gefunden und die Situation der Band schien sich mit dem letzten Album „The Walking Wounded“ wieder stabilisiert zu haben. Nach längerer Zeit melden sich die Alternative-Emo-Rocker ambitionierter denn je wieder: Neben dem neuen Studio-Album „Shudder“ erscheint zeitgleich mit „Live At The Bayside Social Club“ die erste eigenständige Live-Platte der Amerikaner. Fans müssen also diesmal ein bisschen tiefer in die Tasche greifen.

Das werden sie aber höchst wahrscheinlich mit einem breiten Grinsen auf sich nehmen. Die neue Platte findet wie gewohnt zwischen Emo, Pop-Punk und Alternative ihre Mitte, baut somit auf dem gewohnten Konzept der Jungs auf. Der Opener „Boy“ spielt sich rockig-locker daher und der eingängige Text kann vor allem in den Background-Vocal-Phasen wunderbar mitgesummt werden. Ähnlich gestaltet sich auch das restliche Album. Die schon vor dem Release erschiene Auskoppelung „No One Understands“ wird mit poppigen Punk-Riffs zum Radio-tauglichen Hit, schwimmt so auf einer Höhe mit Titeln wie „A Call To Arms“ und „Demons“. Das sehr emo-lastige „Have Fun Storming The Castle“ wird durch ein paar kurze Soli aufgelockert und ist insgesamt ein ungewohnt starker Song, der mir nicht aus dem Kopf gehen will. Definitiv mein Favorit. Zum Schluss liefert man mit „Moceanu“ eine eigenwillige Akustik-Hymne, bei der Anthony Raneris Stimme Melancholie verstreut und doch ist der Track mit mehrstimmigem „NaNa“-Gesumme und taktsicherem Gerassel durchaus für einen kleinen Walzer geeignet.

Mit „Shudder“ können BAYSIDE ihren Kult-Status wieder einmal festigen. Ein bahnbrechendes Werk ist auch dieses Album in meinen Augen nicht, aber die zwölf soliden und eingängigen Songs sind mehr als zufriedenstellend. Mit ihrem Sound befinden sie sich auf einer Wellenlänge mit AFI und Konsorten und lassen dabei auch nichts anbrennen. Meine Prophezeiung für die Band: Auf „Shudder“ werden sicherlich noch einige Emo-Rock-Perlen folgen.

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