Band Filter

BDL - Retribution

VN:F [1.9.22_1171]
Artist BDL
Title Retribution
Homepage BDL
Label A1 RECORDS
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
0.0/10 (0 Bewertungen)

Ursprünglich hießen BDL einmal THE BLUESCREAM. Für meinen Geschmack ein recht cooler Name. Besonders wenn man bedenkt, für was BDL eigentlich steht… und nein, es ist nicht der Bund Deutscher Lachszüchter. BDL ist gleichbedeutend für BLUES DELUXE! Und das meine ich ernst! Und auch wenn der Frontblueser Jochen Eminger schon gut 40 Jahre Erfahrung aufweisen kann, heißt das dennoch nicht, dass die Musik auch Deluxe ist. Aber alles der Reihe nach. BDL spielten früher mal Covers und verstanden sich selbst als JOE BONNAMASSA-Tribute Band. Doch irgendwann wurde das langweilig und man beschloss eigene Songs zu schreiben. Und „Retribution“ ist nun das Ergebnis.

Und gleich zu Beginn wird deutlich, dass man zwar eigene Songs hat, aber dennoch dem Einfluss des Idols erlegen ist. Sowohl Gesang als auch das Riffing erinnern zuweilen recht stark an JOE. Auch bei den folgenden Stücken fällt dies sofort auf. Sei es bei dem relativ ruhigen „Nowhere else“ oder der schnulzigen Ballade „Blues in D-Fat“. Wobei letztere zwar musikalisch ein klassischer Slow Blues mit gutem Solo ist, lyrisch aber mehr als flach daherkommt. Was nun folgt, ist dann doch ein Cover des großen Idols. Und gerade hier horche ich auf. Klar, das Original ist definitiv erkennbar, aber diese Version ist etwas harscher und rockt härter. Mit dem folgenden „Still breathing“ kommt ein weiterer langsamer Blueser, der zwischendrin mit der Verwendung einer Orgel etwas Abwechslung erzeugen will. Und genau dieses „Versuchen“ ist hier das Problem. Tatsächlich sind für mich die Highlights des Albums die beiden Coverversionen (den Abschluss des Albums macht das im Funk wildernde „The ballad of John Henry“). Alle anderen Songs sind zwar auch irgendwie ordentlich, aber dennoch so oder etwas anders zigmal gespielt. Der Hörer wird weder überrascht noch wirklich mitgerissen.

Klar, im Blues gibt es keine großen Innovationen. Jedoch sprechen mich andere Veröffentlichungen durch ausgefeiltere Lyrik und vor allem dem Gefühl, dass mit mehr Herzblut gespielt wird, erheblich mehr an. Soll heißen: Die Band versteht zwar ihr Handwerk, aber der gewisse Funken springt einfach nicht über. Und damit bleibt „Retribution“ nur ein Bluesalbum unter vielen.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Mehr zu BDL