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BE WELL - The Weight And The Cost

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Artist BE WELL
Title The Weight And The Cost
Homepage BE WELL
Label END HITS RECORDS
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‚Melodic hardcore made with love by Brian McTernan, Shane Johnson, Aaron Dalbec, Mike Schleibaum, and Peter Tsouras‘ – schöner als es BE WELL auf ihrer Facebook-Seite schreiben, kann ich es auch nicht ausdrücken. BE WELL sagt Euch nichts? Aber die Namen der Musiker kommen Euch vage bekannt vor? Nun, Mr. McTernan war nicht nur über rund 2 ½ Jahrzehnte als Produzent mit Bands wie THRICE, HOT WATER MUSIC, CIRCA SURVIVE und TURNSTILE kreativ, er stand auch der 2017 endgültig aufgelösten Hardcore-Punk-Kapelle BATTERY vor. Zwischenzeitlich hatte sich der Mann von der Musik verabschiedet und war ins Baugewerbe eingestiegen, allerdings mit der Konsequenz, dass seine psychische Gesundheit immer mehr Schaden nahm. Die schwere Depression führte dazu, dass Brian wieder anfing, Songs zu schreiben und irgendwie kam dann zunächst der Gitarrist Mike Schleibaum (DARKEST HOUR & BATTERY), später der Bassist Aaron Dalbec (BANE) und schließlich noch der Gitarrist Peter Tsouras sowie der Drummer Shane Johnson von FAIRWEATHER mit ins Spiel.

Nun sagt Brian McTernan selbst, dass es eigentlich einfacher gewesen wäre, „The Weight And The Cost“ als BATTERY zu machen, weil man hier auf eine bestehende Fan-Gemeinde, einen Booking-Agenten, eine Tour-Geschichte und Nostalgie hätte zurückgreifen können. Aber BATTERY wäre auch angestaubt gewesen und es war wohl auch schlicht Zeit für etwas Neues. Es ging darum, zutiefst persönlichen Erfahrungen eine musikalische Entsprechung zu geben. Nun haben die Herrschaften den Melodic Hardcore natürlich mit der Platte nicht neu erfunden, sich aber ihren Frust hörbar von der Seele gespielt und allein der Umstand, dass es dem Sänger dank der Langrille besser geht, ist Grund genug für ihr Erscheinen.

Nun haben sich die Protagonisten allerdings auch nichts vorzuwerfen, denn sie machen ihre Sache ganz hervorragend! Direkt der Opener „Meaningless Masures“ fesselt mit einer enormen Intensität. Und wer gedacht hätte, mehr ginge gar nicht, wird gleich mal vom nachfolgenden „Magic“ eines Besseren belehrt. Blitzschnell schließen sich „Strength For Breath“ und „Morning Light“ an, ehe der Titeltrack „The Weight And The Cost“ einen Gang zurückschaltet – allerdings nur, um noch mehr Emotionen in den hochenergetischen Sound zu packen. Am besten gelingt BE WELL dies mit „Aperture“ – meinem persönlichen Highlight des Albums. Keine Frage, hier sind ausgesprochene Profis am Werke, die mit der ungestümen Spielfreude eines Debüts begeistern – und das bei inhaltlich nun wirklich nicht eben leichter Kost, die jedoch absolut authentisch und ehrlich vorgetragen wird.

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