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BEACHHEADS - Beachheads II

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Artist BEACHHEADS
Title Beachheads II
Homepage BEACHHEADS
Label FYSIK FORMAT
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Die norwegischen Schwermetaller von KVELERTAK bringt man im ersten Moment wohl weniger mit melodieverliebtem Power-Pop in Verbindung. Gleichwohl haben die Nordmannen mit Songs wie „Mjød“, „1985“ und „Ordsmedar Av Rang“ durchaus bewiesen, dass sie es auch eingängig krachen lassen können. Wenn Bassmann Marvin Nygaard und Gitarrist Vidar Landa der Sinn nach weniger harter Kost steht, tun sie sich allerdings mit ihrem Mercher Børild Haughom sowie Espen Kvaløy zusammen. Der erstgenannte Herr übernimmt in dieser Konstellation den Gesang, während der andere auf die Felle drischt. BEACHHEADS nennen sich die Jungs dann und 2017 erschien ihr Debüt, auf das jetzt der zweite Streich „Beachheads II“ folgt.

Auf dem Zettel hat der Vierer immer noch radiotauglichen Power-Pop, wie bereits der Opener „Break It Off“ unterstreicht. Nach eigenem Bekunden steht aber auch Post Punk ganz hoch im Kurs und wenn ein Track wie „Change“ an R.E.M. denken lässt, ist das durchaus beabsichtigt. Die Punkkarte zieht derweil das blitzschnelle „Nothing“, wohingegen es mit „Down South“ und „Shine“ verspielt zur Sache geht. „Death of a Nation“ übernimmt mit temperamentvollen Tonfolgen, bevor „Live And Let Live“ zu tiefenentspannten Handclaps einlädt. Das bassbetonte „Jupiter“ geht hingegen ebenso geschmeidig wie das zackige „10 000 Hurts“ auf die Hüften und wenn das Quartett am Ende „Oh Joy!“ ausruft, hat es seiner Zuhörerschaft in der Tat zu einer gut gelaunten halben Stunde Musik verholfen.

„Beachheads II“ erfindet das Rad nicht neu, präsentiert jedoch eine aufgeräumt agierende Band, die hörbar Spaß an ihrer Mucke hat. Die BEACHHEADS haben einen Großteil des Albums live aufgenommen und dabei auf allzu viel Pomp verzichtet. Statt massenhaft verzerrter Gitarren und lauter Drums, bleibt man dieser Tage lieber etwas reduzierter. So schafften es sogar einige der Demo-Aufnahmen bis in den endgültigen Mix. Dies könnte übrigens auch daran gelegen haben, dass Marvins Shaker aus Klopapierrollen und Original-Ben’s-Reis schlicht nicht nachgebaut werden konnte.

 

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