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BEACHWOOD SPARKS - The Tarnished Gold

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Artist BEACHWOOD SPARKS
Title The Tarnished Gold
Homepage BEACHWOOD SPARKS
Label SUB POP
Leserbewertung
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7.0/10 (3 Bewertungen)

Lange war es ruhig um BEACHWOOD SPARKS, die ihre letzte EP „Make The Cowboy Robots Cry“ 2002 veröffentlicht haben, um sich dann aufzulösen. Damals wurde auf Alternative Country und den psychedelischen Westküsten-Pop der Sixties und Seventies nicht viel gegeben. Inzwischen steht der Sound der ursprünglich 1997 vom Bassisten Brent Rademacher und dem Gitarristen Christopher Gunst gegründeten Kapelle aus Los Angeles deutlich höher im Kurs, woran solche Bands wie die FLEET FOXES, BON IVER, OKKERVIL RIVER oder GRIZZLY BEAR einen erheblichen Anteil haben und die Fans der genannten Formationen werden mit Sicherheit auch bei „The Tarnished Gold“ auf ihre Kosten kommen.

Mit ihrer Reunion-Rückmeldung präsentieren die BEACHWOOD SPARKS schwebenden Westcoast-Country-Pop, der den Hörer auf einen kosmischen Headtrip durchs südliche Kalifornien entführt. Entsprechend entspannt startet der Opener „Forget The Song“ und auch „Sparks Fly Again“ und „Mollusk“ lassen sich mitsamt Slide Guitar zwar flott an, gehetzt wird hier aber keineswegs. Stattdessen steht wie beim countryesken Titeltrack melancholischer Oldschool-Stuff auf dem Programm und auch „Water From The Well“ klingt nicht nach Neo-Irgendwas, sondern sehr authentisch und entführt in die späten Sechziger, während bei „Talk About Lonesome“ erneut der Country-Anteil steigt. „Leave That Light On“ beginnt extrem verhalten und behält diese abgehobene Entrücktheit bei, wohingegen „Natures Light“ ebenfalls den leisen Tönen verbunden, erdiger daherkommt. Mexikanische Folklore schwingt derweil bei „No Queremos Oro“ mit und dank „Earl Jean“ nimmt gleichzeitig das Tempo zu. Davon ist beim zurückhaltenden „Alone Together“ nichts mehr zu spüren, dafür gibt „The Orange Grass Special“ aber noch mal richtig Gas und „Goodbye“ sagen die Jungs ganz leise.

Die Country-Einflüsse überwiegen eindeutig auf „The Tarnished Gold“. Da wir es aber nicht mit lautem Haudrauf-Country zu tun haben, passen die Hippie-Momente, die den Sound komplettieren, bestens und wer sich dabei an die BIRDS, CROSBY, STILLS & NASH oder die EAGLES erinnert fühlt, liegt gar nicht so verkehrt. Eindeutig eine Platte für Traditionalisten.

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