Band Filter

BEADY EYE - Be

VN:F [1.9.22_1171]
Artist BEADY EYE
Title Be
Homepage BEADY EYE
Label SONY
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
6.0/10 (13 Bewertungen)

Liam Gallagher meldet sich mit „Be“ zurück! Zwei Jahre nach dem BEADY-EYE-Debüt „Different Gear, Still Speeding“ gibt es neues Ohren-Futter vom Ex-OASIS-Sänger, der die Kapelle 2010 gemeinsam mit den alten Kollegen Andy Bell und Gem Archer (beide Gitarre) sowie ihrem Drummer Chris Sharrock auf der Taufe gehoben hatte, nachdem es ein Jahr zuvor zum endgültigen Brich zwischen den Brüdern Liam und Noal Gallagher gekommen und OASIS nach 18 Jahren Geschichte war. Agierte anfangs am Bass noch Jeff Wootton, wird diese Position jetzt von Jay Mehler ausgeübt, der bislang den Sechssaiter bei den Brit-Pop-Kollegen von KASABIAN bearbeitete. Entstanden ist das Zweitwerk in London in der Regie von Dave Sitek (TV ON THE RADIO, YEAH YEAH YEAHS etc.) unter zur Hilfenahme von Protools, Musikkassetten, Samplern, Gesprächs-Mitschnitten, iPhone Apps und einigen etwas ungewohnten Instrumentierungen.

Der experimentelle Gehalt der elf Songs hält sich allerdings immer noch in Grenzen. So hört man bei der zweiten Singleauskopplung „Flick of The Finger“, die den Silberling eröffnet, einige Bläser und Sprachsamplings, aber vor allem den Sound, den man von handelnden Herren erwartet. Eine gewisse dunkle Note bringt derweil „Soul Love“ mit, ehe „Face The Crowd“ Tempo macht und es die erste Single „Second Bite of The Apple“ entspannt groovt. „Soon Come Tomorrow“ schlägt ein wenig melancholische Töne an, bevor sich das wogende „Iz Rite“ anschließt. Hitpotenzial hat zweifellos das schwungvolle „I’m Just Saying“ und wenn das ruhige „Don’t Brother Me“ nichts mit dem werten Bruder Noel zu tun hat, dann weiß ich es auch nicht. Rhythmusbetont folgt „Shine A Light“, während „Ballroom Figured“ sich auf Akustisches beschränkt und auch das finale „Start Anew“ den leisen Klängen treu bleibt.

Dass Chef-Egozentriker Liam Gallagher was kann, wissen wir nicht erst seit gestern. Auch die übrigen Herrschaften machen ihre Sache gewohnt gut und souverän. Nun ist nicht jeder Song auf „Be“ ein großer Hit a la „Wonderwall“, aber alle Stücke haben ihren eigenen Charme und sind absolut hörenswert. Hohe Chartpositionen sollten BEADY EYE somit sicher sein. Und wir sind gespannt, wann Noel Gallagher mit seinen hoch fliegenden Vögeln nachlegt.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

BEADY EYE - Weitere Rezensionen

Mehr zu BEADY EYE